Horler Miklós: Általános helyzetkép (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 1. Budapest 1988)
Horler Miklós: LAGEBERICHT ÜBER DIE ARCHITEKTONISCHEN STEINFRAGMENTEN IN UNGARN
dann 1814 in das Nationalm use um befördert wurde. 16 Mit der Jankovich-Sammlung sind die ersten renaissance-Steindenkmäler aus dem Zeitalter des Königs Mathias in den Besitz des Museums gekommen, so ein Wandpfeiler aus Rotmarmor mit Ranken und Vögeln geschmückt, ein viereckiges Postament mit der Inschrift MATTHIASR(EX), ferner das allgemein bekannte TorGiebelfeld mit dem Mathias-Wappen. 1 7 Im Nationalmuseum hat sich bis zu Mitte des 19. Jahrhunderts ein Lapidarium mit etwa 300 Stücken angesammelt, der grösste Teil war römisch, ein geringerer Teil mittelalterlich und renaissance-zeitlich. Doch bekam die Sammlung auch nach dem Bau des neuen Museumgebäudes keine Möglichkeit weder zur Ausstellung, noch zur entsprechenden Lagerung, sie wurde in einer Rumpelkammer untergebracht. 1854 hat der erste Direktor des Nationalmuseums, Ágoston Kubinyi (1799-1873), dem Statthalterrat den Vorschlag gemacht, an der Grund Stücksgrenze des Museumsgartens, wo damals nicht einmal ein Zaun stand, einen Säulengang bauen zu lassen, wo man die Steine ausstellen könnte, doch erhielt er die Antwort, dass er, aus Geldmangel, die Ausstellung in der Vorhalle und in den Seitengängen lösen solle. Geld hat er aber auch dazu nicht bekommen, so hat sich die Angelegenheit weiter hinausgezogen. 1856 proponierte Baron Antal Augusz, Vizepräsident des Statthalter rats, den Museumsgarten mit einer einfachen Einfriedungsmauer zu umgeben und die Steinfragmente darin einzumauern. Gegen diese nicht fachgemässe Lösung protestierte der Verwalter der Antiquitätensammlung János Érdy, der Vorschlag wurde übrigens, ebenfalls aus Geldmangel nicht realisiert. 1857 ist Theodor Mommsen (1817-1903) nach Pest gekommen, um die römischen Steine in Ungarn zu studieren. Wegen der Unerreichbarkeit der im Lager verstaubten Steine beschwerte er sich beim Statthalterrat und bei der Akademie. Damit erreichte er nur soviel, dass ihm zwei Männer beigegeben wurden, um die Steine zu drehen. Einer hat ihm beinahe einen Meilenstein auf den Fuss gewälzt, doch blieb die Situation der Sammlung weiter unverändert. 1861 erfuhr der Kó'nig, dass das Nationalmuseum mit verschiedenen materiellen Sorgen beladen ist, deshalb forderte er einen Bericht über die dringendsten, Hilfe beanspruchenden Aufgaben. 1862 ernannte man ein, aus 12 Mitgliedern bestehendes Komitee, unter dem Präsidium des Grafen György Andrássy, zur Untersuchung der Frage. Das Komitee proponierte: "Die zweckmässige Aufstellung der bisher unbrauchbar im Lager aufgestapelten Denkmäler soll beim hohen königlichen Statt halterrat urgiert werden. Bei der Aufstellung ist es erwünscht, den Platz möglichst zu schonen, die chronologische Ordnung zu beachten, so dass die interessanteren und prächtigeren römischen Denkmäler im Atrium, unfer den mittelalterlichen die weniger schweren Stücks im Gang vor der Antiquitätensammlung, die sehr schweren aber unter dem Tor, im Hof und im Garten plaziert werden sollen." Der Vorschlag wurde nur zum Teil realisiert, insofern die schöneren römischen Grab- und Altarsteine ferner einige mittelalterliche Steine im Atrium aufgestellt wurden, die übrigen blieben auch weiter in der Rumpelkammer. Inzwischen stieg - durch den Beginn der Ausgrabungen in Óbuda - die Anzahl der Steinfragmente auf 600, und das Lager wurde immer mehr überfüllt. 1869 wurde Flóris Rómer zum Verwalter der Antiquitätensammlung ernannt. Mit ausdauerndem Kampf erreichte er endlich die Entleerung der Rumpelkammer und ihre Übergabe zum Zweck der Errichtung eines Lapidariums. Es lohnt sich, aus seinen Erinnerungen zu zitieren: "Man musste gegen die Rumpelkammer einen Angriff richten und die Räume des Erdgeschosses, anstelle des vielen fremden Plunders, das dort lagerte, für die Unterbringung der uralten Denkmäler der Wissenschaft zu erfordern. Doch war es keine leichtere Arbeit, als die Reinigung des mythischen Stalles. Jene, die seit 20 Jahren ihre Kisten dort aufspeicherten, ihre unnützbar gewordenen Bänke und Gitterwerke bis zur Decke anhäuften, meinten, durch Abmüdung ihre Ziele zu erreichen." So wurde das erste museale Lapidarium in einer staatlichen öffentlichen Sammlung ins Leben gerufen, dessen Ständer "von aus anderen Vitrinen hinausgeworfenen Pulten und Schränken zusammengestellt wurden."! 8 Das mittelalterliche Steinmaterial des Nationalmuseums hat in den weiteren Jahrzehnten, wenn auch unsystematisch, aber dennoch zugenommen. Hierher gelangten: 1859-60 die Giebelstatuen des nördlichen Querschiffes der Kathedrale in Kassa (Koïice), 1869 bzw. 1872 die Fragmente aus den Grabungen Imre Henszlmanns (1813-1888) in Kalocsa, und in Bács, 1898 das beim Bau des königlichen Palastes in Buda sich angesammelter Material aus dem Zeitalter der