Bardoly István és László Csaba szerk.: Koppány Tibor Hetvenedik Születésnapjára (Művészettörténet - műemlékvédelem 10. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1998)

Farbaky Péter: A tabáni Hét Választófejedelem fogadó házcsoportjának építéstörténete

Baugeschichte der Hausgruppen der Gaststätte „Zu den sieben Churfürsten" im Tabán-Bezirk Péter Farbaky Tabán ist der südliche Stadtteil von Buda, der nach der Zurückeroberung von den Türken (1686) vorwiegend von Serben bewohnt wurde. Der Gegenstand un­serer Studie ist die Baugeschichte der von der katolischen Pfarrkirche nördlich lie­genden Gebäudegruppe. Das vom südlichen Fuß des Burgbergs in Richtung Donau abfallendes Gelände war durch Höfe in unterschiedlicher Farbe und durch innere Treppen gekennzeichnet, was auf diese Weise ein typischer Teil von Taban darstellte. Der Tabaner Feuerbrand 1810 vernichtete so viele Bauten in diesem Stadteil, dass es auch architektonisch ein markanter Punkt (eine Zäsur) bedeutete. Vor dem Feuerbrand entstanden und sind barocker Herkunft der mittlere U-för­mige Teil des Gebäudes in Döbrentei Straße 9. und der Vorläfer des Gebäudes in Apród Straße 10. Nach dem Feuerbrand veränderte sich die Stadtstruktur: Es wur­den neue, breitere Straßen eröffnet, das Stadtteilbild ist durch die damals gebau­ten spätbarocken Bauten geprägt. 1811 ließ das Haus in Döbrentei Straße 9. Ist­ván Szokolay auf Grund der Pläne von József Eckermann dem Älteren errichten. Im Erdgeschoss des Gebäudes eher konservativer Architektur befinden sich Ge­schäfte und auf der Etagenebene Wohnungen. Erbauer und Architekt war diesel­be Person in der westlichen Hälfte der Hausgruppe (Apród Straße 10.): hier wairde ein kleineres, L-förmiges Gebäude mit ähnlicher Fassade 1813 errichtet (darin hauste das „Goldener Hirsch"-Backhaus). Die Gaststätte „Zu den sieben Churfürsten" war in dem Haus in Döbrentei Straße 9. zu Hause, was auch in den 1810-er Jahren gebaut und 1823 mit einem auf Grund der Pläne von József Dankó dem Jüngeren ausgeführten Ballsaal erweitert und an das das benachbarte Immo­biliargut in Döbrentei Straße 9. zwischen 1830 und 1863 angeschlossen wurde. Der Gebäudekomplex erlitt im zweiten Weltkrieg Schaden, deshalb wurden die Gebäude der westlichen Seite der Apród Straße (Nummern 8. und 10.), sowie das Gebäude in Döbrentei Straße 9. abgerissen. Die erhalten gebliebenen Denkmäler wurden 1959 wiederhergestellt.

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