Bardoly István - Haris Andrea: A magyar műemlékvédelem korszakai Tanulmányok (Művészettörténet - műemlékvédelem 9. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1996)
D. Mezey Alice – Szentesi Edit: Az állami műemlékvédelem kezdetei Magyarországon. A Central-Comission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale magyarországi működése (1853-1860)
Alice Debreczeni-Mezey - Edit Szentesi Die Anfänge der staatlichen Denkmalpflege in Ungarn (1853-1860) Die K. u. K. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale begann nach langwierigen Vorbereitungen 1853 ihre Tätigkeit in Wien. Der Wirkungskreis der Commission erstreckte sich bis zur Bekanntmachung des 1860 die ungarische Statthalterei wiederherstellenden Oktoberdiploms auf sämtliche Kronländer. Die Konservatoren wurden der gültigen Einteilung von Verwaltungsgebieten entsprechend ernannt. Die Bauämter schickten die Vermessungen und Berichte der Konservatoren den amtlichen Weg befolgend nach Wien, das heißt meistens mit Gegenzeichnung des Baudirektors für Ungarn, Florian Menapace. Bei der Tätigkeit des Konservatorennetzes waren einerseits die ebenfalls von der Commission ernannten Correspondenten, andrerseits die örtlichen Baubehörden - falls diesen ein entsprechender Fachmann zur Verfügung stand, - behilflich. Unter den bei der Verfertigung von Vermessungen tätigen Baubeamten finden wir lediglich nur deutschsprachige, aus den Ländern des Kaiserreichs hierher umgesiedelte Fachleute, die nach der Anordnung der obligaten Kenntnis der ungarischen Sprache ihr Amt verlassen mußten (z. B. Florian Menapace, F. Vhynal, Karl von Koszka) . Nur von wenigen läßt sich ihre weitere Tätigkeit in Ungarn verfolgen, wie z. B. Ferenc Reitter Chefingenieur von Pest,Josef Bainville von Szeged, Josef Lippert Architekt des Erzbistums von Esztergom, sowie Hans Petschnigg, der als Grazer Architekt auch in Sopron weiterhin tätig blieb. In dem ersten, 1856 erschienenen, durch Gustav Heider redigierten Jahrbuch der K.u.K. Central-Commission wurden die Grunddokumente ihrer Tätigkeit veröffentlicht, welche in klarer Fassung ihre Ziele und die zur Erreichung dieser Ziele notwendige Tätigkeitsgebiete zusammenfaßten. Die Grundregel verordnete im Interesse die angeführten Ziele zu erreichen als ersten Schritt - wie es schon im Namen der Commission festgesetzt war, - die Erforschung der Denkmale, sowie deren genaue und einheitliche „Aufnahme". Diese bestand in der genaue Beschreibung des Denkmals mit besonderer Rücksicht auf die unbedingt erhaltenswerte Einzelheiten und deren Dokumentierung mittels Zeichnungen. Die Grundregel ordnete auch die Veröffentlichung der Aufnahmen, illustriert mit den Vermessungszeichnungen. Die Veröffentlichung wurde stark betont, nicht nur damit auch die an der Inventarisierung teilnehmenden Laien die Rubriken der zu diesem Behufe verfertigten Formulare richtig ausfüllen könnten, sondern auch deshalb, weil sie dadurch die Wichtigkeit der lokalen Teilnahme anerkannt hatte, zugleich auch die Tatsache, daß vor allem die Besitzer oder die Bewohner der Denkmäler mit dem Wert der in ihrem Besitz oder Gebrauch stehenden Gebäuden im Klaren sein müssen, weil sie dadurch deren Erhaltung selbst für wichtig erkannten. Die Teilergebnisse der Inventarisierungsarbeit wurden in der durch Karl Weifl redigierten „Mitteilungen der K. u. K. Central-Commission" monatlich veröffentlicht. Der Großteil der aus Ungarn einlaufenden Berichte bezog sich - dem mehr traditionellen Sinn des Denkmalbegriffes entsprechend - auf römische Altertümer und Münzfunde. So oft über bedeutende Funde Nachrichten in Buda, sodann von hier aus durch den Baudirektor weitergeleitet in Wien eintrafen, wurden wiener Sachverständige (Eduard von Sacken, Josef Daniel Böhm und Josef