Judit Tamás: Verwandte typen im schweizerischen und Ungarischen kachelfundmaterial in der zweiten hälfte des 15. jahrhunderts (Művészettörténet - műemlékvédelem 8. Országos Műemlékvédelmi Hivatal,1995)

Katalog

Rollbandverzierung des Medaillons ist oben links und rechts von je einem kleinen Drachen unterbrochen. Zwischen ihnen, in einem kurzen Band die ent­stellte Nachahmung gotischer Minuskeln, wohl der Inschrift „maria". Im Medail­lon der nach links gewandte Pelikan, der mit dem Schnabel seine Brust aufreißt, um seine Jungen mit dem eigenen Blut wieder zum Leben zu erwecken. (Die Jungen selbst sind nicht abgebildet) Hintergrund z.T. retikulär verziert, z.T. mit winzigen Dreiecken „punziert". Kleine Detailausmaße. Flaches Relief, weitge­hend verschwommene Konturen. E: Vorderblatt unversehrt bzw. leicht bestoßen; auf seiner Hinterseite Spuren der völlig abgebrochenen Rumpfe. G: Durchm.: 12 cm F(I): Nagyvázsony, Paulinerkloster St. Michael (BMV N.59.26.1-2) (Abb. 123) L: Éri 1959-1960.'88-93. (Abb. 66) Holl 1983. 215-217. (Abb. 29) j. Wappenhaltende Engel mit dem Reichsadlerwappen Variante A: M: Rosaroter, mit Sand und zuweilen mit winzigen Kieseln gemagerter Ton, dicke, gelbweiße Engobe, grasgrüne Bleiglasur. S: Vermutlich quadratische Blattkachel. Auf dem halbzylindrischen hinteren Teil hochrechteckige (?) Öffnung. R: Rechte untere Ecke des Kachelblattes mit dem breiten, gekehlten Rahmen, der schnurartigen Umrahmung des Innenfeldes, mit einem Teil des tordierten Medaillons und des Wappens sowie mit dem Arm und dem Flügel der rechten Engelsfigur. Scharfe Konturen, feinste Modellierung. E: Bruchstück. G: Nicht rekonstruierbar. F(I): Budapest, Königspalast von Buda (BTM 85.303.4) (Abb. 130) L: Holl 1983. 205. (Abb. 9) Budapest im Mittelalter 1991. 283. Variante B: M: Sandgemagerter, mittelfein geschlämmter, roter bzw. rotgrauer Ton, gift- oder dunkelgrüne Bleiglasur ohne Engobenunterlage. S: Quadratische Blattkacheln mit Rumpf. R: Breiter, gekehlter Rahmen. Im quadratischen, von einem unverzierten Stab gefaßten Innenfeld kreisförmiges Medaillon, das mit einem tordierten Stab be­grenzt ist und in dem zwei Engel einen Wappenschild mit dem doppelköpfigen Reichsadler halten. Mitten über dem Schild Löwen (?) köpf und -pranken. Darüber Krone mit verzweigender Decke. E: Stark ergänzt bzw. fragmentiert. G: 24 x 23 cm (rekonstruiert) F(I): Budapest, Königspalast von Buda (BTM 85.311.1-2) (Abb. 131-132) L: Unpubliziert.

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