Judit Tamás: Verwandte typen im schweizerischen und Ungarischen kachelfundmaterial in der zweiten hälfte des 15. jahrhunderts (Művészettörténet - műemlékvédelem 8. Országos Műemlékvédelmi Hivatal,1995)
Katalog
Variante A: M: Gut geschlämmter, sandgemagerter, ziegelroter Ton, weiße Engobe, erbsengrüne Bleiglasur. S: Vermutlich quadratische Blattkachel mit Rumpf. R: Lediglich das Faltengewand der knienden Maria und das Bein des hinter ihr stehenden Tisches sind abgebildet. Große Detailausmaße. Abdruck von guter Qualität. E: Bruchstück. G: Nicht rekonstruierbar. F(I): Bremgarten (AG), Areal St. Klara (SLM 43 683) (Abb. 159/d) L: Unpubliziert. Variante B: M: Gut geschlämmter, sandgemagerter, ziegelroter Ton. SLM 26 278-a-b, d-e nur mit weißer Engobe überzogen, aber oft mit Flecken der daraufgetropften grünen Bleiglasur (Halbfabrikate, Werkstattfunde). Der Rest ist weiß engobiert und erbsengrün glasiert. S: Quadratische Blattkacheln mit Rumpf. Hinterrand des Rumpfes von SLM HS V 27 nach außen wulstartig verdickt. R: In den oberen Zwickeln des quadratischen Innenfeldes hängen Lämpchen und eine Gebetsschnur(P); die unteren mit kleinen Drachen besetzt. Detailausmaße kleiner, Konturen verschwommener als bei Variante A. SLM HS V 27 tut sich mit ihrem scharfen Abdruck hervor. E: Mehr oder weniger fragmentarische bzw. ergänzte Vorderblätter; weiterhin Bruchstücke. Rumpf nur bei SLM HS V 27 erhalten. G: 18,2/18,5 x 18,2/18,5 cm (SLM HS V 27: aufgrund des schmäleren Randes 17,5 x 17,5 cm), Tiefe des Rumpfes: 12-13 cm F(I): Zürich, Lindenhof (SLM 26 278-a-b, d-e, SLM 26 421-9) (Abb. 90) Zürich, Rennwegtor (SLM AG 435) Hallwil (AG), Schloß (SLM HS V 27) (Abb. 91) Zug, Seestraße 5-9. (ZG 11 75 79 [22]) (Abb. 92) L: zu Lindenhof: Vogt 1948. 136-138, 214. (Taf. 42/12) Strauss 1972. 122. (Taf. 49/1) Schneider - Hanser 1979. 23. (Nr. 29) Schnyder 1992. 19. (Abb. 15) zu Rennwegtor: Bericht über die Verrichtungen der AGZ 1864-1865. 5. zu Hallwil: Führer 1929. 35. Frei 1931. 81. (Abb. 1/a) Lithberg 1932. III. 76. (PI. 171 E) Sammlung Hallwil 1987. o.Sn. B: Zwei Bruchstücke aus dem Deschwandenhaus in Zug, Fischmarkt 11. (ZG 11 77 79[93f, 98a]) waren zu klein, um ihre typologische Zugehörigkeit feststellen zu können. Da aber ihre Machart mit der der Zürcher Kacheln identisch ist, und damit ihre vergleichbaren Details annähernd übereinstimmen, wohl Variante B. Variante C: M: Gut geschlämmter, sandgemagerter, ziegelroter Ton, weiße Engobe, erbsengrüne Bleiglasur. S: Quadratische Blattkachel mit Rumpf. R: Größe und Verzierung mit B identisch - mit der einzigen Ausnahme, daß die oberen Zwickel des quadratischen Innenfeldes leer sind. Verhältnismäßig scharfe Konturen.