Haris Andrea szerk.: Koldulórendi építészet a középkori Magyarországon Tanulmányok (Művészettörténet - műemlékvédelem 7. Országos Műemlékvédelmi Hivatal,)

Lukács Zsuzsa: Előzetes beszámoló a Szeged-alsóvárosi ferences kolostor kutatásáról

Fenster waren aus Ziegeln gemauert, ihre horizontalen Stürze und ihre Zargen wurden nachträglich abgekantet. Die nach innen breiter werdenden Offnungen erhielten auf der Innenseite eine gewölbte Uberbrückung.) Auf dem Stockwerk des Westflügels fanden wir auch die Abdrücke der mittelal­terlichen Trennungswände, die von einem Zellensystem mit Mittelgang zeugen. An der Hoffassade des Westflügels, in der Höhe zwischen dem Erdgeschoß und dem ersten Stock, weiterhin in der Höhe der kleineren Fenster im ersten Stock. Licht bekam der Mittelgang von Süden her durch ein großes gotisches Kreuz­stockfenster mit aus einem gedrehten Sockel emporragendem Stäbchenrahmen, das wir zum Teil in situ fanden. Da wir diese Art von Fenstern nicht früher als auf die 80er Jahre des 15. Jh. datieren können, ist es uns nicht möglich, die Urkunde aus dem Jahre 1459 auf den Bau des Observantenklosters zu beziehen. Der Be­leuchtung und Lüftung der einzelnen Zellen am Mittelgang dienten zwei Fenster, ein größeres und ein kleineres, das etwas höher gelegen war. An der Südfässade des Erdgeschoßes im Westflügel legten wir die Uberreste von einem und im südlichen Teil seiner Westfassade die von drei großen steinge­rahmten Fenstern frei. (Letztere sind auf der Zeichnung aus dem Jahre 1713 zu sehen.) Einige Stücke ihrer fehlenden Steinrahmen kamen aus sekundärer Lage zum Vorschein. Sie waren dem Rahmen des Südfensters des Mittelganges im ersten Stock ähnlich. Wir nehmen an, daß diese verzierten Fenster den ersten Kapitelsaal, der sich im südlichen Teil des Westflügels befand, beleuchtet und hervorgehoben haben. An der Hoffassade des Westflügels, in der Höhe zwischen dem Erdgeschoß und dem ersten Stock, wieterhin in der Höhe der kleineren Fenster im ersten Stock kam eine im Verhältnis zu der Mauer sekundäre Reihe von Trägerversat­zungen zum Vorschein, die die erwähnten Fenster zum größten Teil zerstörte. Diese Trägerversatzungen weisen darauf hin, daß der Fachwerkgang auch dem Westflügel entlanggeführt hat. (Sein Fundament ist auf der Zeichnung aus dem Jahre 1713 vermerkt). Die späteren Forschungen haben bestätigt, daß dieser Gang mit dem zum Teil ebenfalls mittelalterlichen Nordflügel gleichaltrig (jedoch jünger als der Westflügel) ist und zu dessen erster Periode gehört. Der Gang führte von Norden her vor dem Westflügel entlang; an der Nordseite der Kirche reichte er bis an den Mönchschor heran. Die Geschichte des Kirchen- und Klosterbaues stellt sich zusammenfassend so dar: In der Nähe der aus dem 13. Jh. stammenden St. Peters-Hospitalkirche wurde bis um 1480 der Westflügel des Klosters errichtet. Danach begann man mit dem Bau der Kirche Maria Schnee, der bis zum 5. August 1503 beendet wurde. Nach 1503 fing man parallel zum Abriß der St. Peters-Kirche, mit dem schon während der Errichtung des Chores begonnen worden war, an, den Kapi­telsaal und den Turm zu bauen. 1543 war lediglich das erste Stockwerk des Turmes fertig. Zwischen 1480 und 1543 entstanden der Nordflügel und der Fachwerkgang des Klosterhofes. Später, jedoch vor 1713, wurde der mittelalterli­che Nordfügel innen umgebaut und ihm im Osten ein Refektorium angeschlos­sen. Der Ausbau des Klosters um das Quadrum, die Ausgestaltung des einheitlichen Innengrundrisses sowie die Vollendung des Turmes erfolgen schon im 18. Jh. Die Erschließung des mittelalterlichen Klostergebäudes bereicherte die unga­rische Architekturgeschichte um ein weiteres Denkmal eines interessanten Ge­bäudetyps. Ihre Bedeutung liegt darin, daß in Ungarn bis zu ihrem ersten Stock bestehende mittelalterliche Bettelordensklöster kaum erhalten geblieben sind. (Außer dem Szegeder ist nur das Vasvärer (Eisenburger) Dominikanerkloster bekannt.)

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