Haris Andrea szerk.: Koldulórendi építészet a középkori Magyarországon Tanulmányok (Művészettörténet - műemlékvédelem 7. Országos Műemlékvédelmi Hivatal,)
Kralovánszky Alán: Koldulórendek Székesfehérvárott és Veszprém megyében
Bettelorden in Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) und im Komitat Veszprém Alán Kralovánszky Bei der kurzen Zusammenfassung der in den Komitaten Veszprém und Fejér vorhandenen Klöster der Bettelorden wurden nicht nur die mittelalterlichen, sondern parallel hierzu auch die heutigen Verwaltungsgrenzen der beiden Komitate, wie auch das Organisationssystem der Bettelorden in Betracht gezogen. Die Zeitgrenzen bilden das 13. und 17. Jh. Auch die Neubesiedlung nach der Türkenherrschaft soll untersucht werden. Die Grundlage der Übersicht bilden schriftliche Angaben, archäologische, architektonische und kunsthistorische Daten stehen nur in geringer Anzahl zur Verfügung. Der Mittelpunkt der marianischen Franziskaner war im Mittelalter bis 1543 in der Stadt Székesfehérvár (Stuhlweißenburg). Dazu gehörten die Klöster von Obuda (Altofen), Pest, Szeged, Falkos und Keszthely. Von den im 17. Jh. von neuem in Erscheinung tretenden Franziskanern wurden im befreiten Streifen der einstigen Grenzburgen Klöster gegründet. Die Stelle des Franziskanerklosters von Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) ist zwar nicht bekannt, jedoch konnte sie aufgrund der zur Verfügung stehenden Darstellungen der Budaer Vorstadt neben dem Budaer Tor identifiziert werden. Mittelpunkt der Salvatorianer war vom Jahre 1460 an in Uzsaszentlélek (ehern komitat Zala, heute Veszprém). Zu ihrem Wirkungskreis gehörten, von den türkischen Kriegsoperationen abhängig, die Klöster Pápa, Tálod, Várpalota, Egervár, Szentgrót, Tárnok, Csákány, Hedrehely und Remetinc (Remetinec). In Uzsaszentlélek übernahmen die Franziskaner im 15. Jh. ein verlassenenes Paulinerkloster. Die Richtigkeit Vermessung der Klosterruinen, die Iván Adám um die Jahrhundertwende durchführte, wurden in unseren Tagen bestätigt. Ebenfalls aus der Vermessung von Iván Adám ist das Franziskanerkloster von Tálod bekannt, das früher auch den Paulinern gehörte. Die Lokalisierung des Ordenshauses von Várpalota ist im Gange. Die Dominikaner hatten in Székesfehérvár zwei Ordenshäuser, die im 13. Jh. gegründet wurden. Beide, die der Heiligen Margarete geweihte Pfarrkirche mit dem Kloster sowie das Nonnenkloster der 'Jungfrau Maria', standen in der Budaer Vorstadt. Das Nonnenkloster der Dominikaner in Veszprém (Wesprim) wurde 1240 von Bischof Bertalan gegründet. Sein Standort und die Bauperioden sind aus den Erschließungen des Jahres 1936 bekannt. Abbildungen 1. Die unter die Obhut der marianischen Franziskaner in Székesehérvár (Stuhlweißenburg) gehörenden Klöster im Mittelalter. 2. Rekonstruierter Grundriß von Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) mit den bekannten kirchen. A - Burg, B - Budaer Vorstadt, C - Nova civitas, D - Insel ("Sziget"), E Moor ("Ingovány")