Pamer Nóra szerk.: Gerő László nyolcvanötödik születésnapjára (Művészettörténet - műemlékvédelem 6. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1994)

Alois Machatschek: Die „Ruinen von Karthago” in Schloßpark von Schönbrunn

ANMERKUNGEN 1. László Gerő lernte ich nach dem Kriege, während seiner Arbeiten in der Burg von Budapest, als einen der ersten ausländischen Denkmalpfleger kennen. Die Art und Weise und die Selbstver­ständlichkeit, mit der er alle methodischen, formalen und technischen Schwierigkeiten dieser au­ßergewöhnlichen Aufgabe meisterte, vor allem auch seine Präsentation von „Ruinen" machte auf mich damals einen großen Kindruck. 1972 weilten wir gemeinsam im Auftrag der UNESCO in Bagdad, wo wir am „Center for the Conservation and Restoration of Monuments for the Arabic Countries" unterrichteten. Ein besonderes Kapitel unserer Vorlesungen betraf den Lmgang mit Ruinen, ein Thema, das mich - und ich glaube auch László Gerő - stets interessierte. 2. Hajós, Géza: Schönbrunn. Wiener Geschichtsbücher Bd. 18. Wien 1976, S 69 ff. 3. Hajós, Géza: Romantische Garten der Aufklärung, Englische Landschaftskultur des 18. Jahrhun­derts in und um Wien. Wien 1989 4. Nach einer anderen Version Franz. Stephan mit seiner ihn betrauernden Gemahlin Maria The­resia, (s. G. Hajós, a.a.O. S 79). 5. Die Terrassenanlage ist nur auf den frühesten Abbildungen der Römischen Ruine aus der Zeit der Errichtung dargestellt, auf den Entwürfen Hohenbergs bzw. auf den Stichen „Ansichten aus dem Schönbrunner Schloß und Park etc. 27 Bl., c. Schütz del.et sc. 1777 (bis 1781). Die Blätter war (Historisches Museum, der Stadt Wien, Inv.Nr. 186.513/1-27). Auf späteren Ansichten und Fotos ist nichts zu erkennen, was auf diese Gestaltung der Waldschneise hindeutet, es ist daher ungewiß, ob diese tatsächlich ausgeführt wurde. Im Zuge der archäologischen Grabungen soll auch diese Frage geklärt werden. 6. Diesen Hinweis verdanke ich Frau Landeskonservator Dr. Eva Maria Höhle, die sich im Hin­blick auf die bevorstehende Restaurierung bereits sehr eingehend mit den „Ruinen von Kartha­go" beschäftigte. 7. Den Bau des Lustschlosses Neugebäude hatte Maximilian II 1569 bei Kaiser-Ebersdorf begon­nen. Obwohl die Arbeiten auch seine Nachfolger noch fortführten, wurde das Schloß nie fer­tiggestellt. Bereits im 17Jh setzte der Verfall ein, 1775 wurde es schließlich dem Militär als Pul­vermagazin übergeben. 8. Carlo Fontana entwickelte z.B. ohne besonderen Auftrag ein Projekt für den Einbau einer den Märtyrern geweihten Kirche in die Ruinen des Kolosseums. Fontana ließ die alten Mauern voll­kommen unberührt, er war offenbar am spannungsgeladenen Gegensalz, zwischen der Ruine und seinem Neubau interessiert. Wie für viele Architekten heute war ihm die Ruine Stimulans für sein eigenes Schaffen. Auch ein anderer Entwurf Fontanas zeigt ein ähnliches Interesse am Gegensatz zwischen Neubau und Ruine: Der Einbau der Dogana die Terra in den Hadrianstempel in Rom. 9. Willon-Ely f.: The Mind and Art of Giovanni Battista Piranesi, London 1978, Titel der deutschen Übersetzung: Giovanni Battista Piranesi - Vision und Werk, München 1988, (z.B. S 34) 10. Ausgangspunkt für den Bau romantischer Burgen in der Umgebung Wiens wurde die von Kaiser Franz II noch vor der Jahrhundertwende begonnene „Franzensburg", die er inmitten eines „Rittergaues" im Park des Schlosses Laxenburg errichten ließ. Für die „Franzensburg" fer­tigte übrigens auch Hohenberg gotische Entwürfe an, z.B. einen Entwurf für den sog. „Vereini­gungsbau" (Abb. 42 in 7jykan,J.: Laxenburg. Wien 1969). Im Auftrag Josef II hatte er vorher, in den 80er Jahren, schon das Innere zweier gotischer Kirchen, der Augustiner bzw. der Minori­tenkirche in Wien, im gotischen Stil erneuert. Hohenbergs „Gotik" läßt jedoch deutlich seine klassizistische Ausbildung erkennen. 11. Ich wurde vorläufig mit den vorbereitenden Arbeiten für die Sanierung der Römischen Ruine beauftragt. Das Gesamtkonzept wird gemeinsam mit Frau Landeskonservator Dr. Eva Maria Höhle erarbeitet. 12. Ruskin, John: The Seven Lamps of Architecture, The Lamp of Memory, XIX: „Do not let us talk then of restoration. The thing is a Lie from beginning to end....„Its (the monuments) evil day must come at last; but let it come declaredly and openly, and let no dishonoring and false sub­stitute deprive it of the funeral offices of memory". Ruskin widerspricht dieser seiner fatalisti­schen Aussage weiter oben allerdings selbst: „Take proper care of your monuments, and you will not need to restore them". 13. Von Alois Riegl, schon 1903 in seinem „Der moderne Denkmalkiiltus" als der für das 20. Jahr­hundert maßgebliche Wert bezeichnet. 14. Das eigentliche Konzept wird selbstverständlich zusammen mit dem Landeskoservator für Wien, Frau Dr. Eva Maria Höhle, erarbeitet. 15. Auf allen Fotos, die vor der Jahrhundertwende aufgenommen wurden, ist der Putz und sein schlechter werdender Zustand im Laufe der Zeit deutlich erkennbar.

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