Pamer Nóra szerk.: Gerő László nyolcvanötödik születésnapjára (Művészettörténet - műemlékvédelem 6. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1994)
Pámer Nóra - Kovács Éva: Csabdi középkori templomának feltárt romjai és egy korpusz-lelet
Mit mehr oder weniger Abweichungen repräsentiert der Fund einen im ungarischen Denkmalgut recht häufigen Typ, der in Ungarn gegen Mitte des 12. Jh. auftaucht. Der Corpus von Csabdi dürfte das Requisit eines schmalen, kleinformatigen Prozessionskreuzes gewesen sein. Eine Datierung ist nicht recht möglich, allenfalls ein Vergleich mit dem einheimischen Denkmalgut käme in Betracht. Laut Ansicht der Autorin stammt das Stück aus dem 13Jh. Die späte Datierung begründet sie mit dem sehr beachtlichen Abrücken von den anspruchsvollen Vorbildern, mit dem extrem vereinfachten Typus und ungeschickten technischen Lösungen. Allem Anschein nach handelt es sich um eine ungarische Arbeit. Falls der Fund tatsächlich eine Grabbeigabe war, mußte er lange nach der Fertigstellung hingelegt worden sein, vielleicht an Stelle eines Brustkreuzes. Abbildungen 1. Csabdi, südwestlicher Kirchturm, östliche und westliche Ansicht (Zeichnung von Frau Marsovszky, Ende 19. Jh.) 2. Der Kirchturm auf einer alten Ansichtskarte (um 1903); der Ansatz des Tonnengewölbes des Hauptschiffes ist deutlich sichtbar 3. Westliche Fassade des Turmes mit dem Zwillingsfenster (1930) 4. Verschüttete Kirchenruinen, Zustand des Turmes im Jahre 1969. 5. Grundriß der freigelegten Kirche mit Graben und geringen Uberresten der Umfriedung. 6. Querschnitt der Unfriedung im Forschungsgraben 7. Uberreste der freigelegten Kirche mit halbkreisförmigem Chor 8. Freigelegte Mauerreste. Der Sockel um die ursprünglich einschiffige Kirche ist innerhalb des Nebenschiffes deutlich zu sehen. 9. Rekonstruktion der Westfassade von L. Krompecher 10. Skizzenhafte Rekonstruktion anhand der Forschungsergebnisse 11. Kirche der ehemaligen Benediktinerabtei Boldva (Siebenbürgen). (Foto: Kálmán Kónya) 12. Freigelegter Grundriß und rekonstruiertes Gewölbe der Salvatorkirche in Krakau 13. Vergoldeter Bronze-Corpus (H.: 5,3 cm) aus einem ausgeplünderten Grab im Kirchenchor (Csabdi) 14. Rückseite des Corpus-Fundes