Varak és kastélyok (A 25. Egri Nyári Egyetem előadásai 1995 Eger, 1995)

Előadások: - Franz Bunzi: Burgenlandi várak

FRANZ BUNZL DIE BURGEN DES BURGENLANDES Bereits der Name des östlichsten Landes Österreichs, das Burgenland, weckt Assoziationen, die auf einen reichen Burgenbestand schließen lassen, wenn auch dies nicht ganz korrekt ist, da ja die Namensnennung aus den ehem. Komitat- Bezeichnungen: Preßburg, Wieselburg, Öden­burg und Eisenburg, jenen Komitatsbereich, welche die Teile des heutigen Burgenlandes bilden, Bezug nimmt. Dieses ehem. Westungarische Gebiet, durch Anschluß 1921 an Österreich entstan­den, spiegelt die Grenzsituation durch die Vielzahl der heute noch erhaltenen Fortifikationen wieder, zeigt uns aber auch die unterschiedliche Entwicklung dieser Denkmale in ihrem heutigen Erhaltungszustand. Die Palette reicht dabei von der frühgeschichtlichen Erdburg, wie in Purbach und Burg, über die ehemals palisadenbewehrten Befestigungen, z.B. in Leithaprodersdorf über, die erdschanzenverstärkte Komitatsburg von Lutzmannsburg zu den Wohntürmen und den Bur­gen mit Wehrtürmen, wie es die heutige Ruine Landsee erkennen läßt. Als wesentliches Ent­wicklungsmerkmal der sog. Burgenlinie, die seit etwa 1190 entsteht, muß aber die ,,Gyepü" be­zeichnet werden, jene Grenzverteidigung welche mittels Grenzwächter die Sicherung des Landes darstellte. Über Jahrhunderte waren diese Burgen nicht nur letzte Zufluchtsstätte in Kriegsfällen, sondern vielfach auch geistige Zentren der Regionen Nach der Wahl Erzherzog Ferdinand's zum ungarischen König im Jahre 1526, verlieren diese Burgen zwar ihre Funktion als Grenz­sicherung, werden jedoch aufgrund der Wehrtechnischen Entwicklung im 16. u. 17. Jahrhundert und der wiederholten Türkeneinfalle stets ausgebaut und mit Bastionen verstärkt. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts kann eine verstärkte Ausbautätigkeit der ehem. Burgen beobachtet werden, welche neben den sicherheitstechnischen Bestrebungen aber auch den Komfort in den Vorder­grund stellen und sich damit Herrschaftsresidenzen entwickeln. Ich möchte in meinen Ausführungen nicht so sehr auf den historischen Aspekt, den Baugene­sen, eingehen, davon haben wir in den letzten Tagen wiederholt Informationen bekommen, son­dern Ihnen die Problermatik der Erhaltung bzw. der Widmungsfrage aus der Sicht der österr. Denkmalpflege anhand von einigen Beispielen vorstellen. Wenn sich der Besucher vom Strembachtal kommend Güssing nähert, kann er sich kaum dem Reiz des Anblicks der Burg, weithin sichtbar auf einem aus der Ebene herausragenden Vul­kankegel situiert, zu Füßen die Stadt, entziehen. Wenn auch dieses Suburbium seinen histori­schen Bestand bis auf wenige Ausnahmen preisgegeben hat, so wird sein inneres Stadtbild noch immer durch die vorgelagerten Fortifikationen der Burg geprägt. Die gewaltige Ausdehnung der Burganlage erfaßt man spätestens beim Besteigen des Burgberges; nach dem Passieren der ver­schiedenen Tor- u. Turmbauten erreicht man die große Freifläche, die den Blick auf den Palas der Hochburg, mit dem zuletzt im 17. Jahrhundert umgebauten Bergfried, freigibt. Die ursprüng­liche Befestigung wurde auf Initiative von Geza dem II. , 1157 als hölzerne Festung mit einem Be­nediktinerkloster errichtet. Von beiden ist uns heute nichts mehr erhalten, da nach Aufgabe des Gyepü- Systsems diese durch einen Steinbau abgelöst wurde. So entsteht in Güssing 1198 ein No-

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