Magyar Műemlékvédelem (Országos Műemléki Felügyelőség Kiadványai 9. Budapest, 1984)

Történet - Kozák Károly: Korai sokszögzáródású templomok megjelenése az ország középső és nyugati részén

Gebieten des Landes vollführten Bauten. Vom Standpunkt der Erscheinung der frühen Kirchen mit polygonalem Chor in Un­garn, ist es sehr wichtig, die dort vollführten Bauten zu über­blicken und zu untersuchen. Das Sankt Stefan-Konvent der Hospitaliter-Kreuzfahrern Es wurde vom König Géza II. gestiftet, zur Zeit zwischen dem II. Kreuzzug (1147) und 1151. Die Analyse der Vermessungen vom Ende des Vergangenen Jahrhunderts lässt darauf schliessen, dass der Grundriss nicht die Überreste eines einzigen Baues fixiert. Der sehr komplexe Grundriss enthält eine einschiffige, mit sym­metrisch angeordneten Kapellen erweiterte, mit fünf Seiten des Achtecks abgeschlossene Kirche, deren nächste Parallelen in Já­noshida und Kisbény (Bina) zu finden sind. Zur Zeit der Ansied­lung der Kreuzfahrer bestanden in unserer Heimat bereits mehrere Propsteikirchen der Pramonstratenser. Ihr Einkommen er­möglichte es ihnen, die ersten Bauten der hier angesiedelten Kreuz­fahrer, mit denen sie in Palästina gute Beziehungen hatten, zu unterstützen. Zum grossangelegten Umbau der Kathedrale und der Burg von Esztergom kam es nach dem Feuerbrand 1180. Wir berichten hier nur in betreff der Chöre über einige kleinere Erfahrungen. Wegen der angebrachten Wendeltreppen, die in den Dachraum führten, sind die Nebenchöre bloss mit zwei Seiten des Achtecks abgeschlossen, doch waren diese prinzipiell ebenfalls polygonal. Es ist anzunehmen, dass der Erzbischof Job, der den Neubau der Kathedrale von Esztergom ideell leitete, auch die in seiner Diözese tätigen Pramonstratenser Bauwerkstätten, die derzeit in Bény be­schäftigt waren, in das grosse Werk einbezogen hat. III. KIRCHEN MIT POLYGONALEM CHOR IN WESTUNGARN In den vergangenen Jahrzehnten sind im Komitat Veszprém, im Laufe der Wiederherstellung der Kirchen von Berhida, Lovász­patona und Somloszolo's neuere Angaben in Bezug auf die poly­gonalen Chöre bekannt geworden. Unter den Bauten der Pauliner­mönche im Komitat Veszprém dürften die frühesten in die zweite Hälfte des XII. Jahrhunderts datiert werden. Diese Kirchen hat­ten halbkreisförmige oder gerade Chorschlüsse (Badacsony, Sás­ka Tálod). In der 1. Hälfte des XIV. Jahrhunderts baute man aber die Kirchen schon mit polygonalem Chor. Im Komitat Győr-Sopron sind in dieser Beziehung die Kir­chen von Hegyeshalom, die St. Jakobskapelle in Sopron und die Kirche von Sopronhorpács beachtenswert. Im Komitat Vas hat der polygonale Chorder mittelalterlichen Benediktiner Abteikirche von Dömölk Stützpfeiler. Ihre Bau­zeit dürfte in die 2. Hälfte des XIII. Jahrhunderts gesetzt wer­den. Die Ecken des Chors der Kirche von Dozmat sind mit Halb­säulen befestigt und verziert, wie es an den Prämonstratenser­kirchen üblich ist. Velemér gibt ein schönes Beispiel in diesem Komitat für die Kirchen mit polygonalem Chor ohne Stütz­pfeiler. Im Komitat Zala sind in Csesztreg, Salomvár und Zalaszent­györgy kleinere Forschungen an Kirchen mit polygonalem Chor verrichtet worden. Scheinbar kommt diese Form des Chores hier etwas später vor, als in den bisher besprochenen Gebieten und Komitaten. Im Komitat Somogy verdienen die Kirchen in Csurgó, Lá­bod, Somogyvámos und die Ruine von Szenyér, in Beziehung der polygonalen Chöre und der Formenvermittlung eine besondere Be­achtung. Die Kirche von Csurgó war im Besitz des Johanniter Ritterordens, in der 1. Hälfte des XIII. Jahrhunderts. Ihr Turm wurde in der 2. Hälfte des Jahrhunderts erbaut. Neben den Jo­hannitern dürften wir - etwas später - auch mit dem Einfluss der Bauten der Franziskaner und Pauliner rechnen, was die zahl­reichen, noch unerforschten Kirchen mit polygonalem Chor im Komitat anbelagt. IV. ZUSAMMENFASSUNG Indem wir die heimische Erscheinung der frühen Kirchen mit polygonalem Chor untersuchten, wurde das material von sie­ben Komitaten überblickt. Die Möglichkeit war gegeben, un­gefähr 60 solche Kirchen zur Schau zu stellen, zu untersuchen und zu bewerten. So haben wir ungefähr ein Viertel oder ein Fünftel der im historischen Ungarn befindlichen, als früh­zeitig betrachteten oder qualifizierten Kirchen mit polygonalem Chor in fünf Diözesen untersucht. Aus den bisherigen Untersuchungen stellt es sich heraus, dass in Ungarn die frühesten polygonal abgeschlossenen Kirchen in Esztergom und Umgebung um die Wende des XII-XIII. Jahrhun­derts in den ehemals im Besitz der Kreuzfahrer und Pramonstra­tenser gewesenen Gebieten zu finden sind. Die meisten und wert­vollsten kennen wir unter den ehemaligen Pramonstratenser Prop­steikirchen (Bény, Jánoshida.Ócsa, Zsámbék). Nach der bisherigen Untersuchung darf man annehmen, dass sie es waren, die die polygonale Chorform nebst dem „kreuzförmigen Grundriss", das westliche Turmpaar und die davor erbaute Vorhalle aus Frank­reich in Ungarn übermittelt haben, mitsamt den frühgotischen Konstruktionen und Verzierungen. In deren Verbreitung spielten ausser dem Prämonstralenseroden gewiss auch die heimischen Hospitaliter-und Ritterorden, später aber, vom XIV. Jahrhundert an, die Dominikaner, Franziskaner und Pauliner eine Rolle. Zur Kontrolle und Bekräftigung des Gesagten ist es not­wendig, auch in anderen Gebieten des Landes die Untersuchung der frühen Kirchen mit polygonalem Chor zu vollführen.

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