Magyar Műemlékvédelem 1973-1974 (Országos Műemléki Felügyelőség Kiadványai 8. Budapest, 1977)

Győr-Sopron megye műemlékeivel foglalkozó tanulmányok - Kriszt György: A nagycenki Széchenyi-kastély helyreállítása

13 Az igényes kőszobrászat i munkákat Szakái Ernő és Kőfalvi Imre (OME) készítette. 14 A remekmívű díszműkovács erkélyrács Barna Imre (OME) munkája. 15 A kiállítás födszinti részét Dr. Bánkuti Imre, a Magyar Nemzeti Múzeum Újkori Osztályának vezetője rendezte Or. Dávid Lajos megyei múzeumigazgató és munkatársai segítségével. lfi A kastélyból szétszóródott anyagot Dr. Környei Attila, a Széchenyi István Emlékmúzeum igazgatója gyűjtötte össze. 17 A kiegészítést Kőfalvi Imre (OMF) készítette el. 18 A domborművek restaurálását az OMF Faszobrász Restaurátor Műhelye végezte Géczy Csaba vezetésével. 19 A képanyagot Dr. Czennerné Wilhelmb Gizella, a Magyar Nemzeti Múzeum Történelmi Képcsarnoká­nak tudományos fémunkatársa állította össze. 20 A kiállítás teljes egészének költségeit a Magyar Tudományos Akadémia biztosította. Az emeleti kiállí­tást a Közlekedési Múzeum (Dr. Czére Béla főigazgató és munkatársai: Dr, Vaszkó Ákos, Dr. Jasinszky István és Dr. Bíró Imre), a Mezőgazdasági Múzeum (Für Lajos és munkatársai) és a Vízügyi Tudományos Kul at é>in­tézet (Dr. Mészáros Vince) rendezte. 21 A kiállítást a KMI Kiállítási Csoportja tervezte és kivitelezte. Művészeti vezető: Dr. Boreczky László. A kivitelezést Bánkúti Albin irányította, építészeti és műemléki konzulens Kriszt György (OMF) volt. 22 A kivitelezést az Országos Műemléki Felügyelőség Soproni Építésvezetősége végezte. Főépítésvezető: Varga Béla, építésvezető: Szalay József, csoportvezető: Posch Károly, brigádvezető: Stróbl Lőrinc. 23 Szakipari munka: OMF Központi Műhely — Moka István irányításával. DIE WIEDERHERSTELLUNG DES SZÉCHENYI-SCHLOSSES TN NAGYCENK Der Name Nagycenk hat sich im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte mit dem der Familie Széchenyi eng verflochten. Demzufolge nimmt dieses Dorf in Westun­garn einen bedeutenden Platz in der ungarischen Ge­schichte ein und wurde auch in unserer Literatur zum Begriff und Symbol. Hier lebte und ruht Graf Ferenc Széchényi, der Gründer des Ungarischen Nationalmuse­ums und sein Sohn István Széchenyi (1 791—1860), der große Politiker des Reformzeitalters, ,,der größte Ungar", wie ihn Lajos Kossuth nannte. Das heutige Nagycenk entstand aus dem Zusammen­schluß des gleichnamigen Dorfes mit dem Dorf Kiseenk. Die erste urkundliche F]rwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1281. Im Mittelalter befand sich das Dorf im Besitz der Familie Kanizsai, Mitte des 16. Jh. waren die Nádasdys und vom Ende des 17. Jh. an die Széchenyis die Gutsherren. 1758 übersiedelte ein Zweig der Familie Széchenyi hierher, machte das Dorf zum Hauptsitz des (Juts und ließ sieh hier ein Schloß bauen. Das Hauptgebäude des Schlosses ließ — an der Stelle des Kisccnker Maierhofes — Graf Antal Széchényi errich­ten. Damals entstand auch der Park und Prunkgarten rund um das Schloß, denen sich auch die weitberühmte 2,5 km lange Lindenallee anschloß. András Vályi erwähnt in seinem 1796 erschienenen Geographischen Lexikon die im Schloß verwahrten Sammlungen, die später dank Grafen Ferenc Széchényi den Grundbestand des Unga­rischen Nationalmuseums bildeten. 1800 ließ Ferenc Széchényi das Schloß umbauen und erweitern. Diese Arbeiten lei 4 etc der Soproner Architekt József Ringer. Damals enstand der östliche Wirtschaftsflügel des Schlos­ses, in dessen zweigeschossigem Teil die Gutsverwaltung, im ebenerdigen die Wagenschuppen, die Ställe der Reit­und Zugpferde und die Dienstwohnungen unterge­bracht waren. Zur gleichen Zeit wurden auch das eben­falls für Wirtschaftsz wecke vorgesehene sog. „Rote Schloß" an der Westseite, wie auch die Wachthäuser bei der Landstraße erbaut. 1820 kam das Schloß in den Besitz des Grafen István Széchenyi, der weitere Umbauten vornehmen ließ. Zwischen 1834 und 1840 wurde unter Leitung des Archi­tekten Ferdinand Hild der westliche Wohnflügel des Schlosses erweitert und darin das Appartement und die Bibliothek des Grafen eingerichtet. Bis 1945 blieb ­abgesehen von kleineren äußeren und inneren Umbau­ten — im wesentlichen alles unverändert. Im zweiten Weltkrieg erlitt das Schloß schwere Schäden und die Einrichtung wurele fast völlig vernichtet. Zu den ersten Versuchen einer Wiederherstellung des in Trümmern liegenden Schloßkomplexes kam es in 1950, doch blieben diese mangels entsprechender Nut­zungsvorhaben erfolglos. Zur Verhütung des völligen Verfalls hatte das Landesinspektorat für Denkmalpflege' 1961/62 bedeutende Borgungsarbeiten durchgeführt, Nach Festlegung des endgültigen Nutzungprogramms wurde 1970 zunächst die Wiederherstellung des Haupt­gebäudes begonnen. Aufgrund von Archivforschungen und Untersuchungen des Gebäudes konnten die Fassade des Hauptgebäudes in ihrer früheren Form wiederher­gestellt und die späteren Umänderungen beseitigt wer­den. Es ergab sieh auch die Möglichkeit, die Rekonstruk­tion des Erkers und des wertvollen Baroekt reppenhauses vorzunehemen. Die gewölbte Saalflucht und die Korri­dore im Erdgeschoß sowie der Prunksaal im ersten Stock sind ebenfalls in ihren ursprünglichen Zusammenhän­gen erneuert worden. Es gab aber keine Möglichkeit zur authentischen Wiederherstellung des vollständig zerstörten Kapellenraums und deshalb kam an dessen Stelle — zur Befriedigung der Forderungen an die verän­derte Funktion — ein Büro und eine Wohnung. Das Gedenkmuseum besteht aus zwei Teilen. Tn der Saal­reihe des Erdgeschosses werden im Rahmen zeitgenössi­scher Interieurs die Geschichte der Familie und das Leben István Széchenyis dargestellt. Aus den Beiträgen der an der Gründung beteiligten Museen fanden viele originale (»egenstände, Möbel und Dokument" hier Platz und zur Ergänzung wurden zeitgenössische Kachel­öfen und Einrichtungsgegenstände untergebracht. Die Zierde des schön proportionierten Prunksaals ist der einzige unversehrt erhaltengebliebene Rokoko­Ofen des Schlosses, die oberhalb der Türen angebrach­ten vergoldeten Reliefs, die im Rahmen der Wiederher­stellung an ihren ursprünglichen Platz zurückversetzt wurden. Der restaurierte Terrazzofußboden und Kamin des Einpfangsaals im KrdgesehoU gehören ebenfalls zu den erhaltengebliebenen Werten des Schlössen. Die moderne Einrichtung der Saal flucht im Oberstock dient der Ausstellung. Hier wurde die vielseitige; Tätigkeit István Széchenyis auf den Gebieten der Landwirtschaft . der Pferdezucht, der Wasserwirtschaft und des Verkehrs zur Schau gestellt. Den endgültigen Plänen entsprechend wird im Ostflü­gel des Schlosses ein Gestüt und eine Reitschule einge­richtet. Hier soll die Wiederherstellung bis Ende 1976 ausgeführt werden. Die Wiederherstellung des von István Széchenyi erbauten Westflügels wird 1975 begon­nen und voraussichtlich 1977 beendet. Hier soll das Landesfachbibliothek für Wasserwesen untergebracht werden. Im Roten Schloß und in den sich anschließenden Gebäuden ist ein Hotel, ein Restaurant und ein Espresso vorgesehen, deren Eröffnungstermin aber noch nicht festgelegt, ist. Auch die Rekonstruktion des Schloßparks wurde aufgrund der im Archiv vorgefundenen ursprünglichen Pläne in Gang gesetzt. Nach einer vier Jahre lang dauern­den Arbeit erneuert sich der berühmte Schloßpark und die Lindenallee in ihrer*ursprünglichen Seheinheit, um dem' Schloßkomplex eine würdige Umgebung zu sichern.

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