Magyar Műemlékvédelem 1971-1972 (Országos Műemléki Felügyelőség Kiadványai 7. Budapest, 1974)
Jelentések - Román András: Az ICOMOS III. közgyűlése és kollokviuma
Erzsébet, dr. Merényi Ferenc, Nikovits Teréz, OK ai Katalin, Őrsi Károly, Pomozi István, Pusztai László-, Putolova Irina, R. Hat kai Ida, dr. Román Andréis, H. Sallav Marianne, Sedlmayr János, Szarka Imre, Temesi Tiborné, dr. Tombor Ilona, Török Tiborné, dr. Vall er Ilona, Vándor András, Vastagh Csilla, H. Vladár Agnes, Votin József, Wirth Péter. Az állandó munkatársakon kívül, a nagy munka hevében a következők végeztek még értékes munkát a kongresszus sikeréért: Baji László, Rákos István, Rákos istvánné, Baku Gyuláné, Baumann Ferenc, Bíró Józsefné, Bolla Ferenc, Bozsik Márton, Doktorics Sándor, Farkas Róbertné, Fejér Lászlóné, FieszI Béla, Garamvölgyi Györgyi, Gáspár László, Gödény János, Hirsch Gyuláné, Horváth József, Kanti Etelka, Kéry Zoltán, Kerti Zoltán, Király György, Kiss Judit, Koppány Tiborné, Korányi Attila, Kovács András, Kovács József, Lantos László, Makk Istvánné, Mezei Alice, Miks Lajos, Muka István, Nagy Ferencné, Neizner Ferenc, Nemes Kinga, Orosz József, Pete Gézáné, Posch Károly, Rozinek Ernő, Schneller Istvánné, Steierlein István, Sudár Istvánné, Takács György, Tauber Vincéné, Varga Béla, Zana István. Az OMF „második generációjából" segített: if'j. Derzsenyi Tibor, Détshy Katalin, Polgár András, ifj. Schneller István, s a felsoroltakon kívül az OMF egri, pécsi, soproni, székesfehérvári, szombathelyi, visegrádi építésvezetőségének és a központi műhelyének munkásállományú dolgozói. III. GENERALVERSAMMLUNG UND KOLLOQUIUM DES ICOMOS ICOMOS (International Council of Monuments and Sites) veranstaltete nach den 190(5 in Polen, 1969 in Oxford allgehaltenen Kongressen seine TU. Generalversammlung und sein Kolloquium zwischen dem 26. und 30. Juni 1972 in Budapest. Die Gründung des ICOMOS wurde 1964 an der denkwürdigen Beratung in Venedig von Fachleuten aus den verschiedensten Ländern beschlossen, die auch die seither klassisch gewordene Charta von Venedig abgefaßt haben. In acht Jahren wurde der ICOMOS zu einer bedeutenden internationalen Organisation, die sieh auf nahezu 50 Länder erstreckt und deren Stimme ändert; Organe der UNO und UNESCO ebenso Gehör schenken, wie die einzelnen Regierungen resp. deren Behörden für Denkmalpflege. Den Umstand, daß unser Land mit der Veranstaltung der III. Generalversammlung und des Kolloquiums betraut wurde, haben wir von Anfang an als hohe Anerkennung der ungarischen Denkmalpflege gewertet. Zweifellos betraute man Polen deshalb mit der Veranstaltung des ersten Kongresses, um mit dieser Geste dem vom Kriege am schwersten heimgesuchten Land Achtung zu zollen. England folgte als Großmacht sowohl in politischer als auch in denkmalpflegerischer Hinsicht. Wenn nach diesen die Wahl auf uns fiel, so ist dies ein Zeichen, daß der ICOMOS die Grundsätze und die Praxis unserer Denkmalpflege gutheißt. Unter diesen Umständen erforderte die Vorbereitung des Kongresses besondere Verantwortung. Diese Arbeit wurde nach Anleitung des Ungarischen ICOMOSNationalkomitees vom Landesinspcktorat für Denkmalpflege ausgeführt . Unser Bestreben war es, den Kongreß nicht; nur als eine innere Angelegenheit des ICOMOS zu betrachten, sondern ihn zu einem, sich auf die ganze öffentliche Meinung Ungarns auswirkenden, wichtigen Ereignis werden zu lassen; dies scheint uns auch gelungen zu sein. Der Kongreß hatte etwa 150 ungarische Teilnehmer, und zwar nicht nur Fachleute der' Denkmalpflege, sondern auch auf verschiedensten Gebieten Tätige unserer Gesellschaft. Zu ihnen zählten nicht nur die Mitarbeiter- von Museen, sondern auch Leiter der Räte und die Mitglieder' der ehrenamtlichen Ausschüsse für Denkmalpflege, Repräsentanten der Kirchen, Hochschullehrer' und Architekten, die sich für dieses Thema interessieren. Schon die Zusammensetzung des Ehrenvorsitzes des Kongresses bezeugt, daß die Denkmalpflege bei uns zu einer Angelegenheit von allgemeinem Interesse geworden ist, da doch auch Minister die Generalversammlung und das Kolloquium des ICOMOS ebenso zu ihrer eigenen Sache machten, wie der Vorsitzende des Stadtrats von Budapest, der' Generalsekretär der Ungarischen Akademie der Wissenschaften oder der- Rektor der Technischen Hochschule. Wenn wir aber die zahllosen Presseberichte durchblättern und der Rundfunk- und Fernsehreportagen gedenken, so läßt sich zweifellos feststellen, daß der Kongreß als ein wichtiges kulturelles Ereignis zu werten ist, über das man sprach und an das man sich noch erinnern wird. Zur Eröffnung des Kongresses erschienen am 26. Juni 1972 500 Teilnehmer aus 38 Ländern im Kongreßsaal der Ungarischen Akademie der Wissensehaften. Dieser Saal erwies sich als würdige Stätte der Beratungen: die dem Thema angemessene Stimmung gewährte zwischen diesen historischen Mauern auch ihre zeitgemäße und anspruchsvolle Wiederherstellung. Unter dem Vorsitz von Dr. Dezső Dercsényi, dem stellvertretenden Direktor des Landesinspcktorat s für Denkmalpflege und Mitglied des Exekutivkomitees des ICOMOS, wurde über die drei jährige Tätigkeit und finanzielle Lage der' Organisation ausführlich Bericht erstattet. Dem folgte die Neuwahl der leitenden Organe des ICOMOS. Durch geheime Wahl wurde das bisherige Präsidium mit geringen Änderungen fast einstimmig für weitere drei Jahre wiedergewählt. Demnach bleibt bis 1975 Professor P. Gazzola (Italien) Präsident des TCOMOS und R. Lemaire, Professor an der Universität von Louvain, Generalsekretär. Die drei Vizepräsidenten sind: W. N. Iwanow (Sowjetunion), G. Alomar (Spanien) und B. Garwey (USA). Zum Schatzmeister wurde M. Berry (Frankreich), zum Vorsitzenden des Konsultativausschusses der Präsidenten der einzelnen Nationalkomitees S. Lorentz (Polen) wiedergewählt. Durch die fünfzehn Mitglieder des Exeeutivkomitees sind — mit Ausnahme Australiens - alle Kontinente vertreten. Repräsentant unseres Landes blieb Dr. Dezső Dercsényi. Weit größeres Interesse als die organisatorischen Fragen fand begreiflicherweise die zweite Hälfte des Kongresses, das Kolloquium, das seine Arbeit ebenfalls unter dem Vorsitz eines ungarischen Fachmanns, Professors Dr. Géza Entz, verrichtete. Es wurde beim ICOMOS zur Tradition, daß die sich dem Kongreß anschließenden Kolloquien stets neue Themen behandeln. In Oxford wurde beispielsweise die Wechselwirkung von Denkmalpflege und Fremdenverkehr beraten, jetzt hingegen wurde die Erörterung der theoretischen und praktischen Fragen der Bautätigkeit in denkmalgeschützten Gebieten auf die Tagesordnung gesetzt. Diese Fragen umfassen heute (unes der aktuellsten Themen der Denkmalpflege, zumal nicht einmal in den einzelnen Ländern eine einheitliche Stellungnahme zustande gekommen ist und demzufolge auch in der Realisierung nicht die gleichen Prinzipien zur Geltung kommen konnten. Die bereits erwähnte Gutheißung unserer einheimischen Praxis konnten wir aus den Worten vieler Delegierter herausklingen hören, mit denen sie die Richtigkeit des Weges, den die ungarischen Architekten auf dem Schauplatz des Kongresses, im Burgviertel von Buda, eingeschlagen hatten, anerkannten. Dieser Idee, dem sinngemäßen und notwendigen Zusammenleben der historischen und der neuen Architektur gab Miklós Horler im Hauptreferat des Kolloquiums Ausdruck. Zwischen Alt und Neu kann kein Gegensatz bestehen, nur gute und schlechte Architektur