Magyar Műemlékvédelem 1969-1970 (Országos Műemléki Felügyelőség Kiadványai 6. Budapest, 1972)
TANULMÁNYOK - Császár László: A szocialista műemlékvédelem elvi kérdései
JEGYZETEK Ez a tanulmány az Országos Műemléki Felügyelőség pártalapszervezetének munkaterve keretében készült. Az előkészítésben dr. Barcza Géza és dr. Zádor Mihály elvtársak vettek részt. Ezen kívül az összeállításban elsődlegesen az alábbi szakmunkákra támaszkodtunk: Dr. Barcza Géza: 50 éves a szocialista műemlékvédelem. (Műemlékvédelem XI. 1907/4.) Dr. Pogány Frigyes: A történeti és esztétikai szempont a műemlékek értékelése és helyreállítása során. (A Velencei Carta és a magyar műemlékvédelem. Bpest, 1967. 27. old.) Horler Miklós : A Velencei Carta és a magyar műemlékvédelem időszerű kérdései. (Uo. 6. old.) Dr. Entz Géza : A tudományos kutatás eredményeinek érvényesítése a műemlékhelyreállítás gyakorlatában. (Uo. 106. old.) Dr. Zádor Mihály hozzászólása. (Uo. 119. old.) Műemléki Albizottságok Országos Ertekezletének (Sárospatak, 1968. aug. 27 — 29.) anyaga. Dr. Dercsényi Dezső : Tíz év magyar műemlékvédelme. Magyar Műemlékvédelem 1949—1959. Bp. 1960. 9. old. Dr. Gero László: Megelőző műemlékvédelem. Bpest' 1950. PRINZIPIELLE FRAGEN DER SOZIALISTISCHEN DENKMALPFLEGE Die prinzipiellen Fragen, welche die Denkmalpflege als Ganzes determinieren, teilen sich in zwei Gruppen: Die erste Gruppe betrachtet die Denkmalpflege als gesellschaftliche Tätigkeit, bestimmt ihren Charakter, ihren Platz unter den Tätigkeitstypen der Gesellschaft und ihre Ziele sowie die allgemeinen Auswirkungen und die Methodik ihrer Durchführung. Die zweite faßt die methodologischen Prinzipien zusammen, die die fachgemäße Restaurierung der Denkmäler gewährleisten. Es läßt sich feststellen, daß es die erste Gruppe der prinzipiellen Fragen ist, die mit der jeweiligen Gesellschaft in mehreren Beziehungen zusammenhängt. Deshalb lassen sich die sozialistischen Züge der Denkmalpflege mittels Analyse dieses Fragenkomplexes untersuchen. In Ungarn wurden die Voraussetzungen für die Herausbildung der sozialistischen Denkmalpflege durch die Änderung der Eigentumsverhältnisse, durch die sozialistische Planwirtschaft geschaffen. Ihre Ziele stimmen mit denen der sozialistischen Kulturpolitik überein, deren organischer Teil und Komponente sie auch ist. Letzten Endes ist also ihr Bestreben die Erhöhung des kulturellen Niveaus der breiten werktätigen Massen, das Geltendmachen einer realen wahrheitsgetreuen Geschichts- und Gesellschaftsanschauung, das Erwecken der Achtung vor den Traditionen und der schaffenden Arbeit, die Formung eines vielfarbigen, inhaltsvollen sozialistischen Menschentyps durch die Jahrhunderte überspannende, erlebniserweckende Authentizität der Denkmäler. Sie ist eine wesentliche Grundlage — und auch Nutznießerin — der Wahrheiten der marxistischen Geschichtswissenschaft. Ihre Zielsetzungen verwirklicht die sozialistische Denkmalpflege mit Hilfe der sozialistischen Denkmalpolitik. Ihre allgemeinste Hauptfrage lautet: Für wen und weshalb werden die Denkmäler wiederhergestellt ? Die sozialistische Denkmalpflege ist in ihren Prinzipien und Methoden demokratisch, doch zugleich strebt sie in höchstem Maße das Gleichgewicht der unterschiedlichen, determinierenden Gesichtspunkte an. Sie hat zwei Hauptanliegen: für die Denkmalpflege eine breite Massenbasis zu schaffen, d. h. die Sorge um die Denkmalpflege zu einer öffentlichen Angelegenheit zu machen, andererseits aber, mit Hilfe von Rechtsnormen, die die sozialistische Staatlichkeit widerspiegeln, den Denkmälern einen fachgemäßen Schutz zu sichern. Wenn wir nun die Frage aus einem anderen Aspekt untersuchen, besteht die dringlichste Aufgabe der richtigen sozialistischen Denkmalpolitik darin, jene Gesichtspunkte und Beziehungen in ihrer Komplexität in Betracht zu ziehen, deren rechtes Gleichgewicht die Denkmalpflege zu einem optimalen Teil des sozialistischen Bildungswesens machen. Diese Art Komplexität ist — bei so manchen der Gesichtspunkte — nur auf dem Boden der sozialistischen Gesellschaft möglich. Solche Gesichtspunkte sind einesteiles die die Behandlung des Denkmalbestandes betreffenden Beziehungen: das Alter der Denkmäler, ihre geographische Lage, ihr Denkmalwert, die durch die Gattung des Bauwerks bedingten Gesichtspunkte; die Beziehung zwischen den Denkmälern und der sich beschleunigenden Entwicklung (in deren Rahmen der Zusammenhang mit dem Städtebau, mit der zivilisationsbedingten Makround Mikrokultur), die Rolle des Baudenkmals im Wirtschaftsleben (Fremdenverkehr, neue Funktion usw.). Zum indirekten Aufgabenkreis der Denkmalpolitik gehört das Popularisieren der Denkmalpflege und die Propaganda, ferner die zwischenstaatlichen Beziehungen und der Erfahrungsaustausch, vor allem zwischen den Staaten mit ähnlichen Problemen.