Magyar Műemlékvédelem 1969-1970 (Országos Műemléki Felügyelőség Kiadványai 6. Budapest, 1972)

TANULMÁNYOK - Borsos László: A nagytétényi kastélymúzeum

21 Dr. Csemegi József -Várnai Dezső: A nagytétényi kastélyban végzett előzetes műemléki kutatások tudo­mányos dokumentációja Bp. l!)f)2. dee. 2. (kézirat), Borsos László - Ceszt i Eszter: Tudományos dokumentáció a Nagytétényi Kastélymúzeum építéséről. Bp. 1970. dec. '.10. (kézirat). A 19. sz. jegyzet alattival mindhárom dokumentáció a KÖZTI, a múzeum és a műemléki haté>­ságok t ervt éiraiban. 22 A művelődésügyi miniszter a földművelésügyi miniszterrel egyel értésben ti 7 242/liő sz. alatt az ingatlant védetté nyilvéuüt ott a. Ezt a, XXII. ker. Bí réséig 022/1)5 tksz. végzésével a telekkönyvbe bejegyeztette. A 31, 33, 35. kép Dáni Géza, a 32, 38 Heltay László, a 34. Kárász -Judit, a 3ti, 37 és 39 Zakariás Lászlóné fotója. DAS SCHLOSSMUSEUM IN NA< JYTÉTÉNY Der Vorgängerbau des Schlosses von Nagytétény war em mittelalterliches festes SchloI3, das zu dem Burgtyp mit regelmäßigem, dreiteiligem Grundriß gehörte. Das während der Türkenkriege zerstörte Schloß erwarb Oyörgy Száraz und ließ es auf den mittelalterlichen Konturen, unter Verwendung der Beste der früheren Mauern wiederaufbauen. József Rudnyánszky setzte den Bau von 1703 bis 1778 fort. Er ließ den Nordtrakt abtragen und anstellt; des geschlossenen Hofes einen »cour d'honneur« ausgestalten, ferner das Schloß nach Süden durch neue Flügel und Aufstocken erweitern. Der auf diese Weise entstandene Grundriß ähnelt einem I trapezförmigen »A«, dessen verlängerte Arme den Komplex vom Vorplatz des cour d'honneur bis zu den hinteren Wirtschaftsflügeln umgrenzen, ähnlich den Bau­werken von .1. L. Hildebrandt (Wien: Schwarzenberg­palais, Göllersdorf: Schloß Schönborn). Das Schloß gehört zu dem Typ der Schlösser des sogenannten Grassalkovich-Stils in der Umgebung von Pest. Sein pseudoperspektivischer cour d'honneur, der melodische Rhythmus seiner ( uebel, der reiche bild­hauerische Schmuck und der wellenförmige Erker erheben ihn über die Durchschnittswerke. Am Ende des 18. Jh. setzte der Verfall des Schlosses ein. Das Gut /erfiel in drei Teile, und auch vom Schloß wurden mehrere abgesonderte Wohnungen separiert. Die Umbauten bzw. Erweiterungen an den Flügeln, die als Waisenhaus bzw. Militärmagazine benutzt wurden, be­einträchtigten das Schloß aufs schlimmste. Darüber hinaus erlitt das Schloß weitere Zerstörungen durch Überschwemmung, Feuersbrunst und Erdbeben, und seinen Park schnitt die Eisenbahnlinie zum Balaton entzwei. Die durch den zweiten Welt krieg herbeigeführten Schäden setzten die Zerstörung fori . Nach der Befreiung des Landes ließ man das Schloß für das Kunstgewerbemuseum instandsetzen, und die Konstruktionsschäden ausbessern. Der Nord- und West ­flügel wurden zur Unterbringung der Heizzentrale und von Studienlagerräumen unt erkellert . Die Barockräume wurden mitsamt den Wandmalereien restauriert, und im Erdgeschoß wurde ein gotischer Saal rekonstruiert. In zwei Räumen des oberen Stock­werkes, wo die ursprüngliche Innenausstattung zerstört war, wurde je ein Frühbarockinterieur eingebaut. In den anderen Sälen wurden Möbel und ortsgeschichtliches Material ausgestellt, die bis dahin, aus Raummangel, im Stammgebäude des Museums nicht zur Schau gestellt werden konnten. Auch der Park und dessen Umfassungs­mauer wurden restauriert. Dank diesen Maßnahmen bietet das Schloß mit seiner Umgebung und den Kunst­gegenständen dem Besucher einen vollen Eindruck. Die Anziehungskraft des Museums könnte durch die Freilegung des in seiner unmittelbaren Nachbarschaft gelegenen römischen Castrums stark gesteigert werden. Hierzu wäre aber die Umsiedlung des dort stehenden Kinderheimes an einen geeigneteren Ort erforderlich.

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