Magyar Műemlékvédelem 1959-1960 (Országos Műemléki Felügyelőség Kiadványai 2. Budapest, 1964)

Tanulmányok - Voit Pál: Az egri extrinitárius templom

kőanyagát, s a főkapu fölötti faragványok köveiért vesz fel pénzt. Ugyancsak itt készíti a két mellékoltár aszta­lainak kőlapjait. 1843 és 1847 között részt vesz az érseki palota keleti szárnyának kőfaragó munkáiban, 1846-ban a palota órsekségi hivatali helyiségeinek munkálataiban. A trinitárius templom javítási munkálatainál 1847-ben szintén foglalkoztatják. A szarvaskői templom még hiányzó kőfaragó munkáit 1843-ban végzi el. 77 Ledek Antalt 1814-ben mint egri kőfaragót írják össze. 1827-ben pedig két segédes kőfaragó, s a demjéni püspöki kőbánya bérlejeként találkozunk nevével. Ugyan­ezen évben dolgozik az egri megyeháza számára, és részt vesz Streimmelwögerrel együtt 1830-ban az érseki palota átépítésében. Ez a munka 1832-ben is folytatódik, 1846­ban pedig befejezést nyer. 1843-ban a szarvaskői temp­lom kőfaragó munkáit végzi. 1847-ben a trinitárius temp­lomon végez javítási munkákat. " H Egri Érs! Gazd. Ltár. V. Classis. II. Fasc. 902. Nro 1S47. 79 Voit, P., Der Kunst geschichtliche Ursprung der Minoritenkirche in Eger. (Zum Lebenswerk Kilian Ignaz Dientzenhofer). Acta Hist. Artium. Tom. X. 3—4. DIE EXTRINITARLSOHE KIRCHE VON EGER Das Landesamt für Denkmalpflege stellte zwischen 1959— (il die Kirche des 1784 aufgelösten Trinitarieror­dens wieder her. Die sich mit der Auslösung von Gefan­genen befassenden ,,weißen Mönche" siedelten sich 1717 in Egor an, wo sie ihre Tätigkeit in der Dreifaltigkeits­kapelle begannen, sodann, in den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts, ihr Kloster auf der Höhe vor der Stadt aufbauten. Dieses Gebäude erlitt während des letzten Krieges schwere Schäden und wurde 1958 abgerissen. Der Grundstein der Kirche ist am 30. Mai 1748 gelegt worden. Der Bau begann damals in raschem Tempo, die Türme der Fassade waren aber nicht erbaut, auch die innere Einrichtung war noch in vollem Gang als die prunkvolle Kirche abbrannte. 1763 setzte nämlich ein Student Feuergarben schießend, die Kirche und das daneben stehende Kloster mit einer seiner Brandflackein in Flammen. Die Kirche wird aber in kurzer Zeit neuge­baut, so daß am 10. Juli 1770 die erste ungarische Predigt stattfinden konnte. Am prunkvollsten ausgestattet war der Hauptaltar, der 1775 errichtet wurde. Das Alabaster­tabernakel fertigte András Lemhényi, Marmor- und Steinmetz an. 1782 wurde für die Vergoldungsarbeiten des Altars des „Heiligen Kreuzes" ein Vertrag mit dem Porträtmaler János Wittmann aus Eger geschlossen. Der Oberbau aus Kunstmarmor des im Vertrag erwähn­ten Altars — im südlichen Kreuzschiff der Kirche •— ist in den Jahren 1960—61 während der Wiederherstellungs­arbeiten aus den Kalkschichten freigelegt worden. Die Kirche von hohem künstlerischem Niveau war — außer den Stockwerken des Turmpaares und dem sechsten Altar — völlig fertiggestellt, als der Erlaß Josephs II. über die Auflösung der Mönchsorden verkündet wurde. Der Befehl erreichte Eger am 16. Januar 1784. und die Mönche mußten binnen fünf Monaten das Konvent ver­lassen. Das Gebäude und die Kirche, sowie die ganze Einrichtung wurden zusammen mit den Mobilien ins Inventar genommen, alsdann versteigert. Den Gebäude­komplex hat Maurermeister János Povolny aus Eger, der lange Zeit hindurch Haupt polier des Lyzeums gewe­sen war, vermessen. Sowohl seine Grundriß Vermessun­gen, als auch die aus einer späteren Zeit stammenden Grundriß- und Sehnittzeichnungen blieben erhalten. Als man das Gebäude zu Priesterseminarzwecken verwenden wollte, hat es Pokorny wieder vermessen. Als das Ärar den Gebäudekomplex zu Depotzwecken in Anspruch wollte, zeichnete es József Francz — lange Zeit hindurch Zunftmeister der Maurer -und Steinmetzzunft von Eger— das Gebäude wieder ab. 1804, als die Kirche den Plan, dort eine selbständige Pfarre zu errichten, ablehnte, gelangte es aus der Hand des Religionsfonds in den Besitz des Kriegsrates. Hier hat sich das Militärdepot eingerichtet und hier wurde auch die, in der Volkssprache von Eger „Rossztemplom-kaszárnya" (Sehlechte Kirchen ­kaserne) genannte Kaserne errichtet. Damals zeichnete József Zwenger, der vielbeschäftigte Maurermeister, sei­nen Vermessungsplan. Im Zeitraum des Aufbaues der Hauptkathedrale von Eger, zwischen 1830 und 37, erfüllt sie die Rolle des Domes: sie wird ausgeweißt, gereinigt und neuerdings zum Gottesdienst verwendet. Nachdem die Kirche wiederum auf ihren Anspruch verzichtet, wird aus der Kirche abermals ein Militärdepot. Um 1840 herum verfertigt Mihály Streimmelwöger seinen interes­santen Plan über den klassizistischen Fassadenausbau der Kirche, doch gerät die Begeisterung baldigst in Konflikt mit den materiellen Interessen der Kirche, und auf ihren Umbau als Kirche wird verzichtet. 1958 tauchte der Plan auf, das Material der Eisensehmiedekunst des Kunst­gewerbemuseums darin auszustellen, doch auch dies blieb nur beim Plan. 1960 akzeptierte der Stadtrat den Plan für die Umgestaltung der Kirche zu einem Vortragssaal bzw. zum Kammertheater des Theaters. Später, nach der Erweiterung des heutigen Theatergebäudcs, wird nun das prunkvolle Barockinterieur der ehemaligen Trini­tarierkirehe durch Aufführung von Chören, Balletten, großen Kompositionen für Orchester, und in moderner Auffassung inszenierten Opern unser kulturelles Leben fördern.

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