Dr. Tóth Sándor (szerk.): A Bakonyi Természettudományi Múzeum Közleményei 2. (Zirc, 1983)

DR. ILOSVAY GYÖRGY: A farkasgyepűi bükkös ökoszisztéma Isopoda-, Chilopoda- és Diplopoda-faunájának ökológiai vizsgálata

DIE ÖKOLOGISCHE UNTERSUCHUNG DER ISOPODEN-, CHILOPODEN­UND DIPLOPODEN-FAUNA IM ÖKOSYSTEM DES BUCHENWALDES VON FARKASGYEPŰ In 5 Gebieten von verschiedenem Charakter und Alter des Ökosystems des Buchenwaldes von Farkasgyepű gelang es während der Untersuchungen in den Jahren 1975—1979 insgesamt 4 Isopoden-, 15 Diplopoden- und 12 Chilopoden-Arten zu beweisen. Die Unter­suchungen bewiesen, dass ein Jahr zur genauen Feststellung der Zahl der auf dem Gebiet lebenden Arten nicht genügend ist, da auch mehrere Arten nicht jedes Jahr vorkommen. Die 19 dekomponierenden Arten leben auf keinem Gebiet zusammen. Die meisten (16) Arten wurden im 35jährigen Hagebuchen-Buchenwald, die wenigsten (11) Arten im alten 90jährigen Bestand gefunden. Die verschiedenen Arten und deren Dominanzverhältnisse können für die einzelnen Gebiete charakteristisch sein. So wie z. B. Armadillidium vulgare die jüngeren, während Polydesmus collaris die älteren Beständen charakterisiert. Die Dominanz von Protracheoniscus amoenus nimmt mit dem Alter des Baumbestandes zu und sie erreicht die grösste im alten Buchenwald (90%). Festzustellen ist auch, dass die Zahl der im Buchenwald lebenden dekomponierenden Makrofauna-Arten mit dem Aelter­werden des Baumbestandes (sich dem Klimax annähernd) abnimmt. Den Isopoden- und Diplopoden-Arten entsprechen die 35jährigen Hagebuchen-Buchenwälder am meisten, die Fauna ist hier am stabilsten, am meisten zusammengesetzt und am meisten organi­siert. Die cönologische Charakteristika in den verschiedenen Gebieten des Buchenwaldes ist verschieden. Abweichungen zeigten aber nicht nur die verschiedenen Gebiete, sondern auch die Werte der Charakteristika der einzelnen Jahre — aber neben all diesen ist auch eine gewisse Stabilität, eine Tendenz zur Stabilität zu beobachten. Dieses beweist z. B. auch, dass die Nischenbreite der verwandten Arten (Cylindroiulus boleti —C. luridus; Heteroporatia bosniense —Craspedosoma transsilvanicum) in den einzelnen Jahren eine grosse Instabilität zeigt, ihre gemeinsame Nischenbreite (die Summe ihrer Nischenbreiten) während der Jahre sich aber kaum verändert. Der Ablauf der jahreszeitlichen Aktivitätskurven der Arten unterschieden sich in den einzelnen Jahren auch einigerinassen. Trotzdem ist daraus zu folgern, dass die Aktivitäts­spitzen der Arten mit einer grösseren Dominanz sich in der verschiedenen Perioden des Jahres zerstreuen, die Bewegungsmaxima der Arten fallen nicht zusammen. Aphyiulus fallax zeigte z. B. in der Sommerperiode ihre grösste Aktivität, während bei den anderen Arten sich ein Bewegungsminimum zeigte. Die Art Unciger foetidus hatte ihre Aktivitäts­spitzen im Winter, Ende November — Anfang Dezember. Der Grossteil der Arten ist eurychron. Bei der Untersuchung der Chilopoda-Population war ein bedeutender Unterschied in den Ergebnissen der verschiedenen Sammelmethoden festzustellen. Die Abudanz der Tausendfüsser übersteigt in jedem Abschnitt des Jahres die individuelle Dichte der dekomponierenden Makrofauna. A szerző címe (Anschrift des Verfassers) : Dr. ILOSVAY György H—8420 Zirc Rákóczi tér 1.

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