Dominkovitsné Szakács Anita (szerk.): A Petz János Gottliebnak tulajdonított XVII. századi soproni krónika - C sorozat 6. kötet - Sopron Város Történeti Forrásai (Sopron, 2008)
A krónika német nyelvű szövegének átirata
worden. [228:] Den 17 July Vormittag um 9 Uhr sind von den Herrn Abgeordneten zwey, als Herr Szepeszi Paul und Herr Szalai Paul erstlich in die St. Michaelis Kirchen abgefahren, solche der evangelischen Gemeine wieder zu ihren Gebrauch übergeben, da dan von Ihro Wohl Ehrwürden Herr Christoph Sowitsch, vor den Altar ein Colect abgesungen, vorhero aber der 103 Psalm „Nun Lob mein Seel den Herrn” gesungen und mit den Lied, aus der St. Michaelis Kirchen sind beede Herrn Abgesandte zur Spittal Kirchen gefahren, und nachmals in die St. Georgen Kirchen, welche beede ebenfals auf solche Art und Weis gleich in der St. Michaelis Kirchen beschehen ein geweyhet worden, ausser das die St. Georgen Kirchen von Herrn Áts einen ungarischen Pfarherrn ein geweyhet worden. Wie sie dan auch täglich ihren Gottes Dienst in derselben gehalten haben folgenden Sontag darauf, war der 18 July am welchen eben das Evangelium vom grossen Fischzug ein gefallen, ist in allen dreyen Kirchen nach unsern ordinary Gebrauch der volständige [229: ] Gottes Dienst, bey volckreicher Versamlung mit Vergiessung vieler Freudens Thränen gehalten worden. Den 26 July haben Ihro Wohl Ehrwürden Herr Christoph Sowitsch einen Anfang gemacht um 10 Uhr Vormittag, das Kinder Gebet zu halten in unsern evangelischen Betthauße, solle auch hinführo Montag, Mittwoch und Freytag also continuirilich und nicht abgelassen werden, bis es durch die Wolcken dringe, und den himlischen Barmherzigen Vatter das Herz breche, daß er um dieser kleinen Kinder willen sich auch unser der Alten erbarmen wird und diesen Land, förderst aber dieser unser armen Stadt ja ganzen Christenheit wiederum gnädig werde, ach thue es liebster Heyland um aller deiner Barmherzigkeit willen, Amen. Den 27 July ist Herr Szepeszi Paul, Herr Besereti Capitan von Pappa551 nebst Herrn Matthias Preiner und Herr Sigmund Schlattner von der Stadt zu den Groß Veszir nacher Wien ins Lager verreist um sich zu bemühen, wie doch den Rauben, Würgen, und Brennen des Tartars könte ge[230:]steuert und gewehret werden, unser lieber Gott, lasse sie alzumal nicht allein ohne Anstoß diese gefährliche Reiße verrichten, sondern auch mit erwünschter Resolution, zu unser Consulation wieder zuruck komén. Den 28 July sind viel Tausend Heyschröcken über die Stadt geflogen, gleich wie der Türck zu Wien lag, Gott behüte was sie bedeuten. Den 1. Augusti früh ist Herr Szepeszi Paul ganz allein in daß Lager vor Wien, zu den groß Veszir verreist, dargegen ist diesen Tag Abends Herr Szirmäi552 mit einer Compagnie Koruzen und rother Fahnen auß den Lager von den groß Vezir alhero ankomen, und den 5 Augusti früh um 7 Uhr mit seiner Compagnie eine rothe Fahne führend und 3 türckischer Zauschn, wieder von hier abgereist, wohin ist mir unbewust. Den 7 Augusty des Mittags um 12 Uhr sind die Herrn Deputirten mit den ganzen Lager von hier nacher Rust auf gebrochen, und bey ihren Aufbruch daß Heu und Stroh so sie übrig hatén in Brand gesteckt. Den 13— Augusty hat sich jezt bemeltes Lager von Rust wieder erhoben und um Dundles Kirchen herum sich gelagert. [231:] Die Kirchen die wir den 17 July bekomen haben, die sind uns den 19 Septembris wieder genohmen worden, Gott erhalte uns nur das Betthaus und die beyden Herrn Geistlichen um Christi Willen, Amen. Wie wir aber den Kayser wieder geschworen haben nach dem Türcken Krieg, daß wir ihm wollen treu sein, so lang er uns schüze, so sind zwey Comisari hier her gesand worden, die haben vor sich selber etliche Burger lassen einfangen, unter andern diese sei: Herrn, nemlich den 551 Stefan Bezerédj Burghauptman von Pápa. 552 Nicolaus Szirmay einer der Kuruzen. 103