Faut Márk és Klein Menyhért krónikája 1526-1616; C sorozat, 1. kötet - Sopron Város Történeti Forrásai (Sopron, 1995)
Die Chronik
behemischen Cron den Leopoldum mitsambt den khayser verhelffen wollen, vnd den Khayser allso beredet hetten wider den khonig Matthiam. Vndter deßen der Khonig Matthias gehn Prag mit Khriegßvolkh gezogen, dem Leopoldischen khriegßvolkh (68 v —69 v ) nachgeeilet. Letzlich mit dem Khaiser wider zur ainigkheit khomen, daß sie baide ir lebenlang Nie so ainig gewesen, allß sie ietzt sein. Es steht noch in weinen feldt. Auch sein die Mönch in Clöstern getötet, heraußgeschlagen, verjagt. Die Jesuiter hetten sonderlich sollen herhallten, wan sie nicht grosser Herrn Khinder in Iren Coliegio behallten hetten: Vnd hat ein aliter Mönich alle Spanische practica der Khayserlichen räthe, des Bapsts vnd Khonigß in Hispánia wider die Luthrischen vnd Khonig Matthiam enttekht. Auch soll des <khonigs> Khaysers Leibdoctor das Zimmer, darinnen khonig Matthias wohnet, vmb die Türschwellen, vnd den lufft darinen vergiftten <inn> Vorhabens gewesen sein, welcher iezt auch in der gefankhnuß sein soll. In der Jesuiter Coliegio, wie dasselbe auch ist eingenumen worden, hat man auff Tausent mann allerlei Rüstung gefunden. Der Erzherzog Leopoldus ist in Spanien gewichen. Sein oberster der (70 r ) von Romae hat laßen etlich haupt leith khöpfen, die zu dem khonig Matthiam fliehen wollen. Des Leopoldi Canzler N. Tennagl hat gefangner zu Prag in der Tortur bekhent, der von Rome, graf Adolf von Althan, Graf von Sultz, der H(err) von Perkha vnd andere Behemische Herrn haben Practirt, deßgleichen auch ein Jesuit, Pater Aquensis qui Consiliarius Leopoldi erat praecipuus, daß wan sie des Matthiae vnd der Behemen wären Mächtig worden, die behemen zu zwingen Mit Ihnen, Mähren, Osterreich vnd Ungern zu vberfallen vnd die Khezer außzurotten, den grafen von Turn vnd H(errn) von Felß khopfen zu laßen vnd andere Euangelische mehr. Ein pfaff, welcher des khaisers Caplan soll gewesen sein, hat etliche böse geister in einem glas bei sich getragen wider den khonig Matthiam vndt (70 v ) einen hundt getaufft, vnd Ihn Matthias genentt, wan derselbe hundt wäre abgedorrt, welches darauff hette geschehen sollen, so hette der Khonig Matthias auch abdorren sollen. Auch hat man eltliche zauberische weiber, die da ir Zauberei gewaltig wider den khonig hetten brauchen sollen, auch gefankhlich eingezogen. Ein Ehrsamer Rath vnd gemain alhie zu Öedenburg hat betracht vnd befunden, man soll gehn Prag zum Khonig Matthiam raisen vnd < Ih beu > an Ihn supplicirn, daß er vnß den paß vnser weinfuer durch Oesterreich g(nädigst) eröffnen wolle laßen, auch bei anderer Länder abgesanten für vnß zu Intercedirn, anzuhalten. Ist aber ein Ehrsamer Rath ballt einer andern mainung worden, Nämblich damit man bei den Standen in Osterreich nicht destwegen {ex suasu senioris Ainfaldt et Prosperi