Első telekkönyv 1480-1553; A sorozat, 1. kötet - Sopron Város Történeti Forrásai (Sopron, 1993)

RICHTLINIEN ZUR PUBLIKATION ODENBURGER DEUTSCHER QUELLEN

RICHTLINIEN ZUR PUBLIKATION ODENBURGER DEUTSCHER QUELLEN Die Quellen gelten zugleich als Denkmäler der frühneuhochdeutschen Sprache in Ungarn und müssen daher buchstabengetreu publiziert werden, mit Rücksicht auf die folgenden Einzelheiten: 1. Die Majuskeln. Die Majuskeln werden in den Quellen auch abweichend von der heutigen Praxis verwendet. Für wichtig gehaltene Wörter, das erste Wort einer Wortgruppe (z.B. Präposition, Attribut) werden mit einer Majuskel eingeleitet, doch kann eine Majuskel auch innerhalb des Wortes vorkommen (cZu 'zu'), besonders in Zusammensetzungen: Tausent Vierhundert vnd Jn dem SechsvndNewnZigisten Jare VierZehentag nach Sand Georgen tag liaben die Ersamen Weisen lierren (Grundbuch V). Die Eigennamen werden nicht immer mit einer Majuskel eingeleitet. Bei einzelnen Buchstaben (z.B.-v^fiß) kann man oft schwer oder überhaupt nicht eintscheiden, ob es sich um eine Majuskel oder eine Minuskel handelt. In solchen Fällen ist die verhältnismäßige Größe, vielmehr noch die Praxis der betreffenden Hand ausschlaggebend. 2. Die Minuskeln. Von den Minuskeln werden das sog. Schluß-s, also -tP, weiterhin das sog. lange jr der gotischen Schrift in der Antiqua einheitlich mit s umschrieben; die Ligatur 'fë, $mit ß (wenn letzterer Buchstabe auf der Tastatur der Schreibmaschine nicht vorhanden ist, kann er im Manuskript der Ausgabe, nicht aber in der Ausgabe selbst, mit der Zahl 3 ersetzt werden), also das, daß, da3, Schwester. Die Ligaturen ^ und \R sind eigentlich Abkürzungen von bzw. JZJL : im Druck sollen sie nicht getrennt werden! Die seltenere Ligatur "W" ist die Abkürzung für '^*, dafür soll in der Antiqua tt stehen. 3. Diakritische Zeichen. Die Schnörkel über dem gotischen 'W dient bloß zur Unterschei­dung dieses Buchstabens vom gotischen , sie werden in der Antiqua also mit u, bzw. n widergegeben. Wenn das w einen vokalischen Lautwert hat, stehen oft zwei Punkte darüber: haws 'Haus'. Das kleine e über a, o, u kann verschidene phonetische Funktionen haben 0, o, u). Durch flüchtige Schreibung kann dieses gehone e doppelten Strichlein (") ähnlich sein, alsoVt, er,U/m der Antiqua stehen für diese doppelten Strichlein immer zwei Punkte (also ä, ö, ü), nie zwei Strichlein, weil diese in der gotischen Schrift keine Länge bezeichnen. 4. Interpunktion. Die Interpunktion der Quellen stimmt nicht immer mit der heutigen Praxis überein. Womöglichst folgen wir in der Ausgabe der heutigen Praxis. 5. Abkürzungen. Die allgemein bekannten und häufigen lateinischen und deutschen Abkürzungen (z.B. A° 'Anno') werden ohne nähere Bezeichnung aufgelöst. Die Abkürzungen der Geldeinheiten werden beibehalten; also tal. 'talentum' oder 'talenta', den. 'denarius, denarii', ß. 'florenus, floreni' usw. Ebenso die Maßeinheiten. Ist man in der Auflösung irgendeiner Abkürzung nicht sicher, so werden die Buchstaben der Abkürzungen zwischen runden Klammern ergänzt. 6. Eigene Einschiebungen. Durchgestrichene Wörter oder Textteile werden mit eckigen Klammern [ ] gekennzeichnet. Die Auflösung der mittelalterlichen Datierungen werden zwischen runden Klammern und kursiviert mitgeteilt: (1481.12.13.) oder (1512.05.04). Das Ende eines Quellenblattes wird ebenfalls zwischen zwei eckigen Klammern fett angegeben; also p.15, aber 65 r , 65"; die leeren Blätter werden nach einem Punktstrich gezählt, also [p.15; 16-18] oder [66 v ; 67"]. 7. Fußnoten. In Fußnoten kommen die Randbemerkungen der Quelle. 8. Personen- und Sachregister. Glossar. 1st das Sachregister deutsch, so muß nach dem neuhochdeutschen Stichwort in runden Klammern auch die frühneuhochdeutsche Entsprechung aus der Quelle angegeben werden, wenn diese mit der neuhochdeutschen nicht übereinstimmt, z.B. Helm (hundskhappen) . Ist das Sachregister ungarisch, so muß nach dem ungarischen Stichwort in jedem Falle in runden Klammern die frühneuhochdeutsche Entsprechung aus der Quelle angegeben werden, damit der Benutzer die entsprechende Stelle in der Quelle finden kann. XU

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