Tirnitz József: Mária Terézia-kori úrbérrendezés kilenc kérdőpontos vizsgálatai Sopron vármegyében; II. Német nyelvű vallomások (1767) (Sopron, 1999)

Die Antworten der Dörfer

22. HORITSCHON/HARACSONY I. In diesen Ort haben wir bishero kein Urbárium vorgehabet. II. Indeme wir auch kein Contract mit der Herrschaft haben, als müßten wir sowohl unsere Gaaben, als Robothen nach dem uralten und von unerdenklichen Jahren gewesten Gebrauch verrichten. III. Wir haben keine gewisse und ausgesetzte Ordnung, kraft welcher wir unsere Roboth bis anhero praestiret, sondern seynd verbunden, wann die Arbeit erforderlich wäre mit Aecker, Wiesen und Hofweingärten, wie auch anderen verschiedenen Wirthschafts Arbeiten bey jedesmaliger Erfordernuß unsere Roboth zu verrichten. IV. Wir haben unsere Felder in 3 Theil abgetheilt, von welchen ein Theü mit Weitz, die andere sowohl mit Korn, als Sommer Frucht wird angebauet, die dritte aber verbleibet jährlich in Prach. Von jedem angebauten Metzen Weitz bekommen wir 3 und bisweilen 3 Vi, von Korn aber, weüen solches nur in die Heümen angebaut wird 2 Vi Kreutzhaufen, von jedem Kreutzhaufen Weitz entspresset VA Metzen, von Korn auch VA Metzen. Unsere Aecker liegen meistentheil außer dem Perg, oder Rigl in der Ebne. Unsere Wiesen seind zimlich gut und zwar also, daß auch Grämet auf diesen gemäth wird. Nicht minder ist auch ein gewißer Wold in unsern Hotter, welchen zwar die Herrschaft bis anhero besitzet, jedoch aber dem Aufseher und Woldferstler darüber hat die Gemeinde bezahlet und auch das nothwendige Prenholz ohne Bezahlung (auser diesen, daß wir jährlich das Forstgeld mit 3 fl entrichten müssen) haben erhalten. Wie auch die Eikel Weide vorhin jedesmahl umsonst vor unsere Vieh zugetheilet worden ist. Vor 8 Jahren aber, unter Hochsingerischen Verwalterey müßten wir auch die Eikelmast und Weide vor das baare in bemeldter Woldung von der gnädigsten Herrschaft erkaufen, welches bis gegenwärtige Zeit also erforderet ist worden. Weiters haben wir das ganze Jahr allhier den Weingeschank gegen richtigen 36 fl Bezahlung. Ingleichen haben wir auf 2 Tagwerk Wiesen, auf welchen bisweilen auch Grämeth erfexnet wird. Keine Mühl in unseren Territorio, in der Nachbarschaft aber auf 2 Viertlstund Weithe mehr Mühlen sich befinden. Unsere zum Verkauf habende verschiedene Naturalien können wir mit leichter Mühe nach der nur zwey Stund entfernenden Stadt Oedenburg und der Nohe des Marktes Neckenmark an das baare zu bringen und also haben auch die Gelegenheit ein Verdienst zu

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