Szili Ferenc: Somogy megye kereskedelme a kései feudalizmus korában 1700-1848 (Kaposvár, 1988)
XI. Követi utasítások az ipar iés a kereskedelem fejlesztése érdekében
Der Wechsel kann nicht nur mit der immer grösseren überzahjl der Juden- schaft erklärt werden, sondern hauptsächlich mit ihrer Anschauung, die sich den Ansprüchen und Möglichkeiten der Zeit besser anpassen konnte. Die permanente Diskrimination den Juden gegenüber — eine bei weitem nicht typische ungarische Erscheinung - die ohne Zweifel Quelle unermesslicher Leiden und Demütigungen war, löste einen Prozess aus, der sich letzten Endes zum Vorteil verwandelte. Während die griechischen und einheimischen Kaufleute Felder, Weingärten, im allgemeinen I m mobili a rgüter — als Symbol der Bereicherung — geikauft hatten, den Juden wurde das alles im Verordnungswege untersagt, so konnten sie von vornherein eine Tätigkeit ausüben, die die Gesetze ermöglichten. So waren sie anfangs gezwungen auf der unteren Stufe des Handels Platz zu nehmen, dort wo ihr Auskommen, später das gesellschaftliche Vorwärtskommen gesichert war. Die Analyse der Entfaltung des dreischichtigen Handels sowie dessen Wechselwirkungen haben wir wie folgt ausgefühnt: Als erster Schritt wurden die Strassen-und Verkehrsverhältnisse des Komitats untersucht, als Ausgangspunkt die Zustände im XVIII-ten Jahrhundert rekonstruiert, dann die Modernisierungen im ersten Jahrzehnten des XlX-ten Jahrhunderts dargestellt. Verkehr und Lieferung sind mit der öffentlichen Sicherheit untrennbar verbunden, dementsprechend wurden auch in dieser Hinsicht Forschungen gemacht. Danach haben wir die Zusammenarbeit der Komitate, die Wasserstrasse auf der Drau, die Technologie des Strassenlbaus sowie zu guter Letzt die Strassen zur Reformzeit geschildert. Im allgemeinen kann festgestellt werden, dass das Wegenetz der kapitalistischen Periode zu dieser Zeit sich auszugestaften beginnt, da werden die Handels-und Postwege am Balaton und an der Drau modernisiert, aber auch das Nordsüdwegenetz wird zu dieser Zeit ausgebaut. So kam der Transithandel neben dem Binnenhandel zu einer immer wichtigeren Rolle. Da die Abhaltung der Märkte eine der Indizes der Wirtschaftseat- wioklung — der kapitalistischen Warenproduktion ist, die in Raum und Zeit die Handelsentwicklung kennzeichnet, so haben wir auch derer Entstehung dargestellt. Neben der zahlenmässigen Vermehrung der Märkte halten wir auch die räumliche Anordnung für wichtig, da der Markt nicht nur die Ansprüche der gegebenen Siedlung sondern auch die Ansprüche der Anziehungskreises zufriedengestel'lt hatte. Auch die Gegensätze zwischen den Herrschaftsgütern und dein Marktflecken wurden untersucht, dann berichteten wir von den Wochenmärkiten sowie Kirchweihmärkten und als Abschluss von der Handelstätigkeit der Zünfte. Auch den Handel der Herrschaftsgüter haben wir überblickt, auf Grund dessen kann eindeutig bewiesen werden, dass sie ab zweiter Hälfte des XVIII-ten Jahrhunderts einen immer tätigeren Anteil an dem einheimischen und ausländischen Handel genommen haben, da ,,im Rahmen der internationalen Arbeitsteilung zwischen Ost- und Westeuropa die Lage des Adels und bestimmter Bauernschichten günstiger wurde”. Es ist zweifellos wahr, dass Ungarn in der geprüften Periode im Vergleich mit den west205