Leopold Auer - Manfred Wehdorn (Hrsg.): Das Haus-, Hof- und Staatsarchiv (2003)

Gebäude - Manfred Wehdorn-Michael Wistawel: Zur Reviatlisierung

72 Zur Revitalisierung Eisenteile ist der Restaurierungsvorgang bei den Archivgestellen und Metallbehältern anzuführen: Die Reinigung erfolgte zunächst nur mit Seife und Wasser - also ohne Abstrahlung, ohne Chemie. Dann wurden die Fehlstellen der Farbfassung in mühsamer Kleinarbeit einzeln retouchiert. Ähnlich vorsichtig führte man den Einbau des neuen Lüftungssystems sowie des gesamten Sicherheits-, Brandmelde-, Licht- und Elektrosystems durch. Im Archiv­gebäude erfolgt die Kabelführung über zentrale eiserneTassen im Mittelgang, die in der gleichen Farbe, wie die Archivgestelle und mit Schirmchenlampen als historisches Zitat ausgeführt wurden. In den anderen Bauteilen erfolgte die für die Haustechnik notwen­dige Verrohrung meist in den über dem jeweiligen Raum darüberliegenden Fußboden, um die wertvolle Stuckausstattung so wenig wie möglich tangieren zu müssen. Für die vertikalen Leitungsverbindungen konnten zum Teil auch neu aufgedeckte Kaminzüge herangezogen werden. Erstaunlich problemlos gestaltete sich hingegen der Einbau des großen neuen Akten- und Personenliftes im Archivgebäude sowie die brandschutztechnische Einhausung der Stiegenverbindung an der Metastasiogasse. Die neuen Stahlglaskonstruktionen ordnen sich in ihrer Einfachheit und Funktionalität so gut in die historische Eisenkonstruktion ein, wie wenn sie schon immer bestanden hätten . . . Komplizierter gestalteten sich scheinbar alltägliche Eingriffe wie der Ausbau des Dachbodens über den reich ausgestatteten Räumen des Bundeskanzleramtes. Diese Räume mußten komplett unterfangen werden, um die darunter liegende Links: Restaurierte Glasschale im X. Magazingeschoß Rechts: Einblick in das X. Magazingeschoß mit dem neuen Archivlift mm

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