Leopold Auer - Manfred Wehdorn (Hrsg.): Das Haus-, Hof- und Staatsarchiv (2003)

Bestände - V. Alltag

174 Alltag 6 Der Krieg und seine Opfer 1 787, Prag Plan des kays. königl. Prager Militarinvalidenhauses ; d/hn rW‘ Sdd/rnjQ dß'ngcr ^//iLUtcn ,?nj’afidcn d’/tiilrg Die Kriege der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts forderten zahlreiche Opfer. Viele ver­wundete Soldaten mußten nach dem Krieg ihr Dasein als Invaliden fristen. Daher ent­schloß man sich, in den großen Städten des Reiches eigene Invalidenhäuser für Soldaten einzurichten. Den Anfang machte Wien, wo zunächst ein Teil des Groß­armenhauses für Soldaten reserviert wurde; es folgten Häuser in Pest und Prag. Das Prager Militärinvalidenhaus wurde in den 1730er Jahren errichtet und bot nach seiner Fertigstellung in insgesamt 23 Räumen Platz für 1.150 Personen, die von 20 Mann Personal betreut wurden. Zum Spital gehörten eine Hauskapelle, eine Schule, eine Apotheke und eine Marketenderei. Die Zeichnung und die dazugehörigen Spezifikationen entstanden 1787 anläßlich der Reise von Erzherzog Franz, dem Neffen Kaiser Josephs II., nach Böhmen. Lavierte Zeichnung auf Papier, Legende deutsch Habsburgisch-Lothringische Hausarchive, Handarchiv Kaiser Franz 14 („Verschiedene Beylagen zur böhmischen Reise von anno 1 787") Thomas Just

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