1100 Jahre österreichische und europäische Geschichte in Urkunden und Dokumenten des Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1949)

1100 Jahre österreichische und Europäische Geschichte - Transkriptionen und Erläuterungen

En foi dequoi Nous soussignés, munis des Pleinpouvoirs de Leurs Majestés Impé/riale et Prussienne, avons en Leurs noms signé le présent Traité et y avons apposé le cachet de / Nos Armes. Fait ä Berlin le sept-Février, Tan de grace / Mille Sept-Cent quatre-vingt-douze. L. S. 1) Henri 14,n, Prince Reus 2) L. S. *) Charles Guilleaume Comte de Finkenstein 2) L. S. *) Frederic Guillaume Comte de Schulenburg 2). L. S. x) Philippe Charles d’Alvensleben 2). [ Pillich ] 68. 1793. Briefe von Josef Haydn und Ludwig van Beethoven. 68 a. 1793 November 23, Wien. Josef Haydn empfiehlt dem Erzherzog Maximilian Franz, Kurfürsten von Köln, seinen Schüler Beethoven, übersendet gleichzeitig eine Beethovensche Komposition und erbittet für diesen eine erhöhte finanzielle Unter­stützung. Orig.-Pap. 1 Blatt: (23-5 bx 39 h), Blatt P. — Faksimile etwas verkleinert. Drucke: Fritz Reinöhl, Neues zu Beethovens Lehrjahre bei Haydn (Neues Beethoven-Jahrbuch, 6, 1933, S. döf.). — Stephan Ley, Beethoven. Sein Leben in Selbstzeugnissen, Briefen und Berichten. Berlin 1939, S. 66f. Der Text ist von fremder Hand; die Unterschrift ist eigenhändig. — Diesem Briefe Haydns ist beigegeben der Brief Beethovens (68b). da auf Borg arbeiten lassen die Prozente immer vermehret, und / überdieß für einen Künstler wie Beethoven sehr lästig ist; / so glaubte ich, daß, wenn Eure Churfürstliche Durchlaucht ihm / für das künftige Jahr 1000 fl. anwiesen, Höchstdieselben / die Gnade gegen ihn vollkommen machten, und ihn zugleich au/ßer aller Not setzten. Denn die Meister, die ihm unum/gänglich noting sind, und der nothwendige Aufwand, wenn er / hier in mehreren Häusern eintritt, nehmen so viel weg, / daß ihm nur das höchst Nöthige an 1000 fl. übrig bleibt. Für / die Verschwendung, die bey einem jungen Manne, der in die / grosse Welt kommet, zu befürchten ist, glaube ich Eurer Chur/fürstlichen Durchlaucht gutstehn zu können; denn ich habe aus hun/dert Umständen immer das Resultat bestättiget gefunden, daß / er seiner Kunst alles ohne Zwang aufzuopfern im Stande / ist; was bey so vielen einladenden Gelegenheiten zu be/wundern ist, und in Absicht der höchsten Gnaden Eurer Chur/fürstlichen Durchlaucht alle Sicherheit gibt, daß Höchstdieselben / Ihre Gnaden mit Wucher an Beethoven verschwenden. / In der Hofnung, daß Eure Churfürstliche Durchlaucht diese / meine Bitte meinem lieben Schüler zu dessen fernerer Unter-/ Stützung mögen gnädigst zukommen lassen, bin ich mit tiefester / Ehrfurcht / Eurer Churfürstlichen Durchlaucht Wien den 23.ten November 1793. unterthänigst 3)-gehorsamster Joseph Haydn Capell Meister von Fürst Nicolas Esterhazy. [Woinovich] 68 b. 1793 November 23, W ien. Ludwig van Beethoven schreibt an den Erzherzog Maximilian Franz, Erzbischof von Köln. Orig.-Pap. 1 Blatt: (24 bx 37 h), Blatt V. — Faksimile etwas verkleinert. Druck: Reinöhl a. a. O. (Beethoven-Jahrbuch a. a. O.) S. 46. Erwähnt: Ley, Beethoven a. a. O. S. 68. überschicket wird. In der / Zuversicht, daß Euer Chur/fürstlichen Durchlaucht mir / dero einmal geschenkte / Gunst nicht entziehen wer/den, bin ich in tiefester / Ehrfurcht Euer Churfürstlichen Durch­laucht allerunterthänigst gehorsamster Ludwig van Beethowen 4). Wien den 23. Novembris 1793. [Weinzierl] 1) Rote Lacksiegel an schivarz-weißer Schnur aufgedrückt. 2) Die Unterschriften sind eigenhändig. 3) Fon hier ab eigenhändig. ') Namensunterschrift eigenhändig.

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