Emerich Bielik: Geschichte der K. u. K. Militär-Seelsorge und des Apostolischen Feld-Vicariates (Wien, 1901)

I. Theil. Die militär-geistliche Hierarchie und die Militär-Seelsorge vor der Errichtung des Apostolischen Feld-Vicariates - 3. Capitel. Die Militär-Seelsorge

74 unseligen Tage zu schließen, während die Ordensgeistlichen in ihre Klöster zurückgeschickt wurden, in welchen sie das gleiche Schicksal erwartete. § 5. Auszeichnungen »1er Feldkapläne. Außer dem goldenen Vließe, mit welchem nur die höchsten Spitzen des Heeres für bedeutende Verdienste ausgezeichnet wurden, bestanden für erworbene sonstige Verdienste keine äußeren Ehrenzeichen; das Dankeswort des Kaisers oder des Eeldherrn galt als die höchtse Aus­zeichnung. Manchmal verlieh der Kaiser auch Gnaden­pfennige an goldener Kette; häufiger wurden Rangs- oder Standes - Erhöhungen, Beförderungen, Erhebung in den Adelstand, Verleihung des Titels »Hochwohlgeboren« oder »Wohlgeboren« gewährt, am häufigsten aber kamen materielle Belohnungen vor1). Die Vermehrung der Heere und der Mangel an Geld nöthigte später zu einer wohlfeileren Belohnungsweise. Man führte im 18. Jahrhundert Ordenskreuze und Medaillen ein. Feldkapläne wurden mit reichen Pfründen belohnt. So verlieh Kaiser Leopold I im Jahre 1686 dem Feld­geistlichen Dr. Johann Zenarolla die Propstei vom hl. Niko­laus in Stuhlweißenburg (extra muros albae Regiae)2) und im Jahre 1703 dem Feldkaplan des Cistercienser-Ordens Placidus von Zirklbach die einst in Ungarn blühende Abtei vom hl. Heinrich s). 1) Feldzüge des Prinzen Eugen I S. 366. 2) Resolutiones Regiae ad a. 1686. (Allerh. Entschließung vom 10. Juni 1686 S. 36) Landes-Archiv, Budapest. s) Fuschoffer-Czinár. Monasteriologia II, Wien-Gran 1869 S. 121. »Abbatia S.Henrici. Hane oliin in Hungária ßorentemLeopoldusI Imperator qua Hungáriáé Rex anno 1703 Placido a Zirklbach Ord.

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