Emerich Bielik: Geschichte der K. u. K. Militär-Seelsorge und des Apostolischen Feld-Vicariates (Wien, 1901)
II. Theil. Die militär-geistliche Hierarchie und die Militär-Seelsorge nach der Errichtung des Apostolischen Feld-Vicariates - 3. Capitel. Die Militär-Seelsorge
DRITTES CAPITEL. Die Militär-Seelsorge. § 1. Verschiedene Arten des Militär-Clerus. Der Apostolische Feld-Vicar übte die ihm zustehende geistliche Jurisdiction über die zur Militia vaga gehörigen Personen nicht nur durch die Feld-Superiore, sondern auch durch die Feldkapläne aus. Die Feldkapläne zerfielen in mehrere Classen, j e nachdem sie bei den Garden, in Militär-Instituten und Akademien, in Festungen, bei der Marine, bei Regimentern, in Spitälern, in Invalidenhäusern oder bei anderen Militär-Anstalten oder Branchen die Seelsorge ausübten. Nach dieser besonderen Anstellung und Verwendung war ihre Benennung: Regiments-, Spitals-, Festungs-, Garnisons-Kapläne und ähnlich. Den rastlosen Bemühungen des Apostolischen Feld- Vicars Dr. Kerens ist es zu danken, dass außer den 9 Feld- Superioraten und 94Feldkaplänen bei ebensovielRegimentern schon im Jahre 1782 bei den Garden, Festungen, Garnisonen und Spitälern 48 Feldkaplans-Posten Jaestanden1). ’) Von diesen 151 Feldgeistlichen waren 44 Weltpriester, 1 Malteser-, ein Deutscher Hitter - Ordens - Priester, 6 Canonici regulares, 7 Piaristen, 1 Benedictiner, 3 Cistercienser, 10 Pauliner, 10 Augustiner-, 8 Dominicaner-, 1 Serviten-, 2 Carmeliter-, 1 Barm-