Emerich Bielik: Geschichte der K. u. K. Militär-Seelsorge und des Apostolischen Feld-Vicariates (Wien, 1901)
II. Theil. Die militär-geistliche Hierarchie und die Militär-Seelsorge nach der Errichtung des Apostolischen Feld-Vicariates - 2. Capitel. Das Feld-Consistorium und die Feld-Superiorate
135 So war 1. Josef Thoma Feld-Superior im Kriege gegen Frankreich (1792 —1814) bei der Armee in Deutschland und Franz von Vogel bei der Armee in Italien, 2. Anton Wladarz in den Befreiungskriegen 1813—1815, 3. Josef Nagy beider Intervention in Neapel und bei der Unterdrückung der Unruhen in Piemont 1821, 4. Cölestin Josef Pauer, Feldkaplan des Kaiser Chevauxlegers-Regimentes Nr. 1 (als Qua-Feld- Superior) während der Occupation der Herzogthümer Modena, Parma und der Legationen 1831, 5. Augustin Mayer in den Revolutionsjahren 1848/49 inUngarn undAndreasBobrovszky in Italien, 6. Franz König im Kriege gegen Frankreich und Piemont 1859 bei der I. Armee und Augustin Landt bei der II. Armee, 7. Julius Bahnt, Feldkaplan des Infanterie- Regimentes Nr. 6 (als Qua-Feld-Superior) im Kriege gegen Dänemark 1864, 8. Eberhard Kallmiinzer im Kriege gegen Preußen 1866 und 9. Augustin Landt im Kriege gegen Italien 1866. Der Gehalt eines Feld-Superiors wurde 1775 nebst dem Bezüge der Stolagebühr und einem competenten Quartiere für die Weltgeistlichen mit 800 fl., für die Ordensgeistlichen aber mit jährlichen 300 fl. bestimmt, weil dieselben im Kloster oder Stifte die Wohnung beibehielten und dortselbst verköstigt und bekleidet wurden, somit nur die aus dem Superiorate erwachsenden Auslagen zu bestreiten hatten. Im Jahre 1778 erhielten aber alle Feld-Superiore ohne Unterschied den jährlichen Gehalt von 800 fl. Nach der Allerh. Entschließung vom 9. August 1855 wurden die Feld-Superiore in die VIII Diätenclasse mit 1200 fl. Gehalt eingereiht und ihnen die Quartier-Competenz, beziehungsweise das Quarti er-Aquivalent und ein ärarischer Diener gegen Auflassung des bisher gestatteten Kapellen- Dieners bewilligt.