Emerich Bielik: Geschichte der K. u. K. Militär-Seelsorge und des Apostolischen Feld-Vicariates (Wien, 1901)

II. Theil. Die militär-geistliche Hierarchie und die Militär-Seelsorge nach der Errichtung des Apostolischen Feld-Vicariates - 1. Capitel. Das Apostolische Feld-Vicariat

99 Die Dikasterial-Gebäude-Direction sorgte bis zum Jahre 1865 auch für die Instandhaltung der Einrichtung der Amts- localitäten; vom 1. Jänner 1866 nahm sie aber auf die Be­schaffung dieses Erfordernisses keinen weiteren Einfluss mehr. Nach einem Rescripte des Armee-Ober-Commandos, Abth. 15, Nr. 4450 vom 22. August 1866 musste von der Armee-Verwaltung für dieses Haus ein jährlicher Zins von 1917 fl. 2 kr. und ein Instandhaltungsbetrag (für das Jahr 1861 mit 272 fl. bemessen) an das Cameral-Arar entrichtet werden. Mit dem Gesetze vom 28. Juni 1871 wurde der Finanz- Minister ermächtigt, dieses Vicariatsgebäude zu veräußern, und im Februar 1872 verließ der Apostolische Feld-Vicar Dr. Dominik Mayer sowie die übrigen Parteien dasselbe, worauf ihnen das nach der Competenz für die Officiere der gleichen Diäten-Classe gebührende Äquivalent flüssig gemacht wurde; für den Apostolischen Feld-Vicar beträgt dasselbe sammt Möbelzins gegenwärtig 3096 Kronen. Die Kanzlei des Apostolischen Feld-Vicariates wurde im Jahre 1870 in die Eossauer-Kaserne verlegt und befindet sich nunmehr in dem Kriegsgebäude am Deutschmeister­platz Nr. 3, 1. Stock. § 5. Reihenfolge der Apostolischen Feld-Yicare. 1. Dr. Heinrich Johann von Kerens. 1773—1792. Derselbe wurde am 22. Mai 1725 aus einem altadeligen Geschlechte zu Maastricht geboren. Nach seiner Aufnahme in die Gesellschaft Jesu hatte er vorerst das Amt eines Gymnasial-Lehrers zu Brüssel, später das eines Professors und Rectors der k. k. Theresianischen Akademie zu Wien zu

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