Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)

Gruppe 10: Verkehr (Maria Winkelbauer) - Österreichische Bundesbahnen

Bestandsgruppe 10 Archiv der Republik sonalstandesführung rücksichtlich aller Bediensteten der Österreichischen Bundesbah­nen (Nachrichtenblatt der Generaldirektion der ÖBB, Nr. 57/1934 und Nr. 99/1934). Eine neue Geschäftseinteilung, die vom Vorstand der Generaldirektion mit Wirksam­keit vom 17. Juli 1934 erlassen wurde (Nachrichtenblatt der Generaldirektion derÖBB, Nr. 145/1934), wies folgende Gliederung auf: Generaldirektor Generalsekretär Hauptdezernent für Rechtsangelegenheiten Hauptdezement für Organisations- und Verbandsangelegenheiten Hauptdezement für allgemeine Personalangelegenheiten Hauptdezernent für Wohlfahrtsangelegenheiten Sanitätschef I Betriebsdirektion Zentrale Verwaltungsstellen: II Beschaffungsdirektion Personalstelle III Finanzielle Direktion Krankenkassen-Verrechnungsstelle IV Kommerzielle Direktion Pensionsstelle V Maschinendirektion Materialverwaltungsstelle VI Baudirektion Zentrale Rechnungsstelle VII Elektrisierungsdirektion Einnahmenkontrolle Der Wirkungskreis des Hauptdezernenten für Organisations- und Verbandsangele­genheiten wurde auf die Angelegenheiten des Kraftwagenbetriebes erweitert (Nach­richtenblatt der Generaldirektion der ÖBB, Nr. 50/1935). Durch Beschluß des Vorstandes wurden im Jahr 1936 die innere Gliederung der Be­schaffungsdirektion, der Baudirektion und der Materialverwaltungsstelle (AdR, ÖBB- GD, ZI. Org 71/1936; Nachrichtenblatt der Generaldirektion derÖBB, Nr. 141 und Nr. 156/1936), im Jahr 1937 die Gliederung wiederum der Beschaffungsdirektion, der Elektrisierungsdirektion, der Kommerziellen Direktion, der Maschinendirektion, des Hauptdezernenten für Organisations- und Verbandsangelegenheiten und verschiede­ner zentraler Verwaltungsstellen geändert (AdR, ÖBB-GD, ZI. Org 42,111 und 126/ 1937; Nachrichtenblatt der Generaldirektion der ÖBB, Nr. 38, 145, 146 und 167/ 1937). Mit Wirkung vom 22. Jänner 1938 wurde bei der Betriebsdirektion ein Dezernent für die zusammenfassende Behandlung aller den Eisenbahndienst betreffenden Militär­angelegenheiten bestellt (AdR, ÖBB-GD, ZI. Org 132/1937; Nachrichtenblatt der Generaldirektion derÖBB, Nr. 11/1938). Für alle Direktionen, sowie für die Personalstelle und den Rechtsdienst bestanden eigene Kanzleien, deren fortlaufende Zahlenregistratur als erste Zahl immer die Nummer der Direktion führte. Die Nachakten wurden mit einer Bruchzahl der Stamm­zahl angeschlossen. Anstelle der in der Kanzleiordnung der Bundesministerien vorgeschriebenen Index­bücher wurden Karteien nach Schlagwörtern und Namen fortlaufend ohne Rücksicht auf die einzelnen Jahrgänge angelegt. Da auf den Karteikarten aber oft die Jahreszahl­angaben fehlen, ist es oft unmöglich, den Geschäftszahlen das richtige Jahr zuzuordnen und als Folge davon die Akten zu finden. Durch die Verlagerungen während des Krieges sind viele Karteikarten verlorengegan­602

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