Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)
Gruppe 09: Sammlungen/Nachlässe (Berthold Konrath) - Parteiarchive
Bestandsgruppe 09 Archiv der Republik 09R105/1 Parteiarchive Großdeutsche Volkspartei, Allgemein 1918 - 1936 65 Kartons Provenienz(en): Großdeutsche Volkspartei 1918 - 1936 Bestandsschwerpunkt(e): Ausschüsse - Kandidatenlisten - Landesparteileitungen - Landtagswahlen - Parteigrundgesetz - Parteivorstand - Pressemitteilungen - Reichsparteileitung - Reichsparteitage - Satzungen - Sitzungsprotokolle - Wahlprogramme Rechtsgrundlagen: Die Großdeutsche Volkspartei hatte für ihre Organisation und Tätigkeit eine Rechtsgrundlage im Vereinsgsetz von 1867 (RGBl. Nr. 134/1867), wonach sie ein Verein besonderer Art war, ein sogenannter "Politischer Verein", welchem besondere Auflagen gemacht wurden. Obwohl die Partei im Rahmen der Verfassung von 1934 kein Tätigkeitsfeld mehr hatte, löste sie sich erst 1936 auf (AdR, BKA-Inneres, ZI. 313.345/1936). Man leitete die Mitglieder in den neugegründeten "Deutschen Volksbund für Wien und Niederösterreich" über. Es blieb dem Stillhaltekommissar für Vereine, Organisationen und Verbände Vorbehalten, den Deutschen Volksbund 1938 aufzulösen (AdR. Stillhalte- kommisar Abt. IV, ZI. 35 B/l/20, ZI. 35 B/l/21). Als Grundlage der Parteitätigkeit galt das Salzburger Programm "Richtlinien deutscher Politik" von 1920 und das "Parteigrundgesetz" (vgl.Parteiarchive/Großdeutsche Volkspartei, Allgemein Signatur RI-2 Karton 29). Das oberste und erklärte Ziel seit dem Gründungsparteitag war der Anschluß an das Deutsche Reich. Die Partei strebte nach einer kulturellen und politischen Zusammengehörigkeit aller deutschen Volksgruppen. Die Reichs- und Landesparteileitung hatte die Aufgabe, die Parteibeschlüsse in die Tat umzusetzen und Aufklärungsarbeit im Sinne des Parteiprogrammes zu machen. . Bestandsbeschreibung: Der Archivbestand beginnt mit den geordneten Sitzungsprotokollen des Verbandes der Abgeordneten der Großdeutschen Volkspartei aus den Jahren 1920 bis 1930. Die darauffolgenden Kartons elf bis 17 enthalten das Korrespondenzschriftgut von verschiedenen Vereinen und die geordneten Pressemitteilungen der Partei aus den Jahren 1920 bis 1934. In den Kartons 18 bis 27 findet man das gesammelte Material der verschiedenen Landesparteileitungen aus den Jahren 1921 bis 1931. Darin sind vorrangig Einladun560