Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)

Gruppe 01: Michaela Follner: Auswärtige Angelegenheiten - Österreichische Vertretungsbehörden im Ausland

Bestandsgruppe 01 Archiv der Republik 01R403/1 Österr. Vertretungsbehörden im Ausland Gesandtschaft Athen 1921 - 1938 1 Karton Provenienz(en): Bundesministerium für Äußeres 1921 - 1923 Bundeskanzleramt/Auswärtige Angelegenheiten 1923 - 1938 Bestandsschwerpunkt(e): Außenpolitische Korrespondenz - Chiffredienst - Instruktionen Rechtsgrundlagen: Die diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und Griechenland reichen bis indas Jahr 1834 zurück. Am 18. November 1916 zwang der Kommandant eines in den Hafen von Piräus eingedrungenen französischen Flottenverbandes das Personal der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft in Athen diese zu verlassen. Die Regierung des damals noch neutralen Griechenland erklärte sich gegen dieses Vorgehen macht­los, worauf der österreichische Gesandte Julius Szilassy von Szilas am 21. November 1916 mit dem Personal der Gesandtschaft das Land verließ. Die Kriegserklärung Griechenlands an Österreich-Ungarn erfolgte am 29. Juli 1917. Am 24. März 1919 wurde Dr. Otto Walter zum Honorarkonsul in Athen ernannt (AdR, BMfA/NAR, F8 Athen 1, Bundesministerium für Äußeres, ZI. 51.523-2a/1921). Am 15. Dezember 1928 ersuchte der Hauptverband der Industrie Österreichs das Bundeskanzleramt um Errichtung einer Gesandtschaft in Athen (AdR, BMfA/NAR, F6 Athen, Bundeskanzleramt, Auswärtige Angelegenheiten, ZI. 190.063/1928). Bei den Budgetverhandlungen vom 12. bis 14. September 1929 wurde dieser Plan vom Bundesminister für Finanzen abgelehnt. Als günstigere Lösung wurde die Ernennung eines Honorarkonsuls vorgeschlagen, dies wurde vom Bundeskanzleramt/Auswärtige Angelegenheiten jedoch als unzureichend verworfen. Am 30. Juli 1934 wurden sämtliche Amtsmaterialien sowie das Archiv des Honorar­konsulates Athen an die österreichische Gesandtschaft übergeben. Damit war das Konsulat liquidiert und die Gesandtschaft eröffnet (AdR, BMfA/NAR, F6 Athen, Bundeskanzleramt/Auswärtige Angelegenheiten, ZI. 233.707-13/1934). Bestandsbeschreibung: Überliefert sind lediglich ein Konvolut Telegramme, die chronologisch abgelegt sind sowie ein Konvolut Chiffreangelegenheiten betreffendes Material. Der Zugriff erfolgt über einen Archivbehelf. Die Akten sind gemäß den geltenden Bestimmungen des Österreichischen Staatsar­chivs für die Forschung frei zugänglich. 28

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