Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)
Gruppe 01: Michaela Follner: Auswärtige Angelegenheiten - Österreichische Vertretungsbehörden im Ausland
Bestandsgruppe 01 Archiv der Republik 01R401/1 Ostern Vertretungsbehörden im Ausland Konsulat Agram 1920 - 1937 2 Kartons Provenienz(en): Staatsamt für Äußeres 1920 - 1920 Bundesministerium für Äußeres 1920 - 1923 Bundeskanzleramt/Auswärtige Angelegenheiten 1923 - 1937 Bestandsschwerpunkt(e): Personalangelegenheiten - Verhaftungen - Vormundschaftssachen Rechtsgrundlagen: Im März 1919 meldete die Abteilung 6 des Deutschösterreichischen Staatsamtes für Äußeres die Notwendigkeit der Errichtung einer Paßstelle in Agram an (AdR, BMfA/ NAR, F8 Zagreb 1, Staatsamt für Äußeres, ZI. 2.326-6/1919). Am 1. Juni 1919 trat Stefan Iselstöger in der Paßstelle seinen Dienst als Leiter an (AdR, BMfA/NAR, F8 Zagreb 3, Staatsamt für Äußeres). Im April 1922 wurde die Paßstelle in ein Honorarkonsulat umgewandelt (AdR, BMfA/NAR, F6 Laibach 31, S taatsamt für Äußeres, ZI. 15.423-2a/1922). Da der Wirkungskreis dieses Honorarkonsulates beschränkt war, und die Gesandtschaft in Belgrad ihren konsularischen Aufgaben infolge ihrerräumlichen Entfernung und der raschen Entwicklung des Handelsverkehrs nicht mehr in befriedigender Weise nachkommen konnte, wurde dem Ministerrat vorgetragen, in Agram ein effektives Konsulat zu errichten. Der Ministerrat beschloß in diesem Sinn (AdR, MRP1, Nr. 313). Bestandsbeschreibung: Überliefert sind lediglich wenige, sowohl politische als auch administrative Akten. Sie sind nach Betreffen abgelegt. Protokolle sind vorhanden, der Zugriff erfolgt jedoch über einen Archivbehelf. Die Akten sind gemäß den geltenden Vorschriften des Österreichischen Staatsarchivs für die Forschung frei zugänglich. Bestandsgeschichte: Im Jahr 1939 wurden die Akten des Konsulates Agram an das Haus-, Hof- und Staatsarchiv abgegeben. Während des 2. Weltkrieges waren die Akten in Lauffen in Oberösterreich ausgelagert. Die Rückstellung erfolgte 1946 (HHStA, Kurrentakt, ZI. 735/46). 24