Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)

GRUPPE 05: HANDEL/WIRTSCHAFT/BAUTEN (Dieter Lautner) - Deutsche Ansiedlungsgesellschaft

Archiv der Republik Bestandsgruppe 05 05R122/1 Deutsche Ansiedlungsgesellschaft Zweigstelle Ostmark 1938 - 1945 162 Kartons Provenienz(en): Deutsche Ansiedlungsgesellschaft, Zweigstelie Ostmark 1938 - 1945 Bestandsschwerpunkt(e): Ansiedlungen - Arisierungen - Aussiedlungen - Enteignungen - Grundstücksverkäufe bzw. -Verpachtungen - Liegenschaftsverkäufe bzw. -Verpachtungen - Umsiedlungen Rechtsgrundlagen: Nach der Einteilung der Ostmark in die Reichsgaue Kärnten, Niederdonau, Oberdo­nau, Salzburg, Steiermark und Tirol wurden verschiedene Gebiete in das Deutsche Reich eingegliedert und an die jeweiligen Reichsgaue angeschlossen. So wurden ab Oktober 1938 Teile von Süd-Mähren und Süd-Böhmen an die Reichsgaue Niederdonau und Oberdonau, oder nach dem Krieg mit Jugoslawien im Jahr 1941 das Mießtal, welches nach dem 1. Weltkrieg an den neu gebildeten jugoslawischen Staat gefallen war, sowie der an Kärnten angrenzende Teil des ehemaligen Herzogtums Krain, das sogenannte Oberkrain, an den Reichsgau Kärnten angegliedert. In der Folge wurde die Deutsche Ansiedlungsgesellschaft, Zweigstelle Ostmark, gegründet, um in diesen Gebieten diverse Enteign ungen, An-, Aus- undUmsiedlungen sowie Verpachtungen und Verkäufe durchzuführen. Bestandsbeschreibung: Der Bestand ist in drei Teile gegliedert: Allgemeine Akten Dokumente bezüglich Reichsgau Kärnten Dokumente bezüglich Reichsgaue Niederdonau und Oberdonau Die Materialien sind innerhalb der einzelnen Reichsgaue zum Großteil alphabetisch nach Betreffen und Gemeinden hinterlegt. Die Akten behandeln hauptsächlich Liegenschaftsangelegenheiten in Zusammenhang mit den durchzuführenden An-, Aus- und Umsiedlungen. Da keine Geschäftsbücher vorhanden sind, besteht die einzige Forschungsmöglichkeit in der Durchsicht der betreffenden Kartons. Der Archivbestand ist gemäß den geltenden Vorschriften des Österreichischen Staats­archivs für die Forschung frei zugänglich. 361

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