Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)

Gruppe 01: Michaela Follner: Auswärtige Angelegenheiten - Österreichische Vertretungsbehörden im Ausland

Archiv der Republik Bestandsgruppe 01 01R437/1 Österr. Vertretungsbehörden im Ausland Gesandtschaft Prag 1919-1938 93 Kartons, 0,1 lfm Bücher Provenienz(en): Staatsamt des Äußern 1919 - 1919 Staatsamt für Äußeres 1919 -1920 Bundesministerium für Äußeres 1920 - 1923 Bundeskanzleramt/Auswärtige Angelegenheiten 1923 - 1938 Bestandsschwerpunkt(e): Außenpolitische Korrespondenz - Entente - Entrevue - Entschädigungen - Finanzen - Grenzen - Habsburger - Handel - Innenpolitik - Kultus - Militaria - Personalangelegen­heiten - Presse - Reisen - Staatsoberhaupt - Verhandlungen - Wirtschaft - Zoll Rechtsgrundlagen: Ferdinand Marek traf am 8. Dezember 1918 in Prag ein und berichtete am 28. Dezember 1918 dem Staatsamt des Äußern, daß der tschechoslowakische Präsident Masaryk "eine offizielle, dem Völkerrecht vollauf entsprechende diplomatische Ver­tretung Deutsch-Oesterreichs insolange nicht" anerkennen werde, als Österreich nicht als Staat von den Ententeregierungen anerkannt würde (AdR, BMfA/NAR, F8 Marek F. 1/1, Staatsamt für Äußeres, ZI. 81-6/1919). Masaryk hielt es jedoch für notwendig, "daß eine Stelle geschaffen werde, mit der faktisch die vielen, sich aus dem tatsächli­chen Verkehr ergebenden Fragen bereinigt werden können" (ebenda). Marek wurde daraufhin von Masaryk als bevollmächtigter Vertreter der deutschösterreichischen Regierung zugelassen, was einem Agrement gleichkam. Bestandsbeschreibung: Die Berichte und Weisungen der Jahre 1919 bis 1920,1923 bis 1930 und 1932 bis 1938 sind chronologisch abgelegt. Die politischen Akten der Jahre 1921 bis 1922 und 1931 bis 1932 sind nach Betreffen hinterlegt. Die administrativen Reservatakten, welche handeis- und finanzpolitische Angelegenheiten sowie personelle Fragen betreffen, sind ebenfalls chronologisch geordnet. Einen größeren Teil des Bestandes nimmt die Bodenreform in der Tschechoslowakei von 1920 bis 1938 ein. In sieben Kartons sind sowohl allgemeine Akten und Berichte als auch Einzelfälle dieser Reform dokumentiert. Die Zugang erfolgt über einen Archivbehelf. Protokolle und Indizes sind vorhanden, jedoch für den Benutzer nicht brauchbar. Die Akten der Gesandtschaft Prag sind gemäß den geltenden Vorschriften des Österreichischen Staatsarchivs für die Forschung frei zugänglich. 89

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