Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)
Gruppe 01: Michaela Follner: Auswärtige Angelegenheiten - Österreichische Vertretungsbehörden im Ausland
Archiv der Republik Bestandsgruppe 01 01R432/1 Österr. Vertretungsbehörden im Ausland Gesandtschaft Moskau 1922- 1938 8 Kartons Provenienz(en): Bundesministerium für Äußeres 1922 - 1923 Bundeskanzleramt/Auswärtige Angelegenheiten 1923 - 1938 Bestandsschwerpunkt(e): Außenpolitische Korrespondenz Rechtsgrundlagen: Die diplomatischen Beziehungen zum Russischen Reich gehen bis zum Jahr 1721 zurück. Abgebrochen wurden sie am 6. August 1914 infolge der Kriegserklärung Österreich-Ungarns. Am 11. Juli 1918 wurden dem Gesandten Otto Freiherrn von Franz von der sowjetrussischen Regierung das Agrément erteilt. Er trat seine Funktion als Leiter der diplomatischen Vertretung bei der Russischen Föderativen Sowjet-Republik (UdSSR) jedoch nie an. Die Errichtung der bevollmächtigten Vertretung in Moskau erfolgte schließlich am 1. April 1921. Das in Moskau befindliche Kriegsgefangenen- und Zivilintemiertenamt wurde aufgelöst und der Leiter desselben, Dr. Otto Pohl, wurde mit der Leitung der österreichischen Vertretung betraut. Am 19. Februar 1924 wurde die Vertretung in eine Gesandtschaft umgewandelt und Pohl zum Gesandten ernannt (AdR, BMfA/NAR,F4 Pohl 1/3, Bundeskanzleramt/Auswärtige Angelegenheiten, ZI. 87.290-20/1924). Bestandsbeschreibung: Die politischen Berichte und die Reservatakten sind chronologisch abgelegt, ebenso die vorhandenen Einsichtsberichte anderer Gesandtschaften und die Privatbriefe. Administrative Akten und Geschäftsbücher sind nicht überliefert. Der Zugang erfolgt über einen Archivbehelf. Die Akten der österreichischen Gesandtschaft in Moskau sind gemäß den geltenden Vorschriften des Österreichischen Staatsarchivs für die Forschung frei zugänglich. Bestandsgeschichte: 1939 wurden die Materialien an das Haus-, Hof- und Staatsarchiv abgegeben und noch im selben Jahr aus Sicherheitsgründen nach Lauffen in Oberösterreich ausgelagert. Der Rücktransport erfolgte 1946 (HHStA, Kurrentakt, ZI. 735/1946). 1988 wurden die Akten in das Zentralarchiv übersiedelt und den Beständen des Archivs der Republik angeschlossen. 81