Grundsteinfegung lycealgebäude - melléklet, Pressburg, 1855
32 Was fördernd zu der Menschen Heil mag nützen. Der Nacht der Finsterniß, dem Wahne wehrt, Den Staat in seinen festen Säulenstützen, Die Kirche in den treuen Dienern ehrt: Das Alles soll aus deinen lichten Räumen Gerüstet frisch ins ernste Leben zieh'n, Und segnen so gleich fruchtbegabten Bäumen Der ems'gen Gärtnerhände treu Bemüh'u! Des Dankes Opferflamme steigt nach oben Und lodert hoch ob jener Edlen Chor, Die glaubensfest die Opferhand erhoben, Zu schützen unsrer Glaubensschule Flor. Es hat der Geist der Ahnen sie beseelet. Die gleicherweis voll Glut, Religion, Den Musen einst den frühem Sitz erwählet, Daß sich an ihrem Strahl erwärm' der theure Sohn. Nicht nnr der Mund darf Uefgerührt es sagen. Auch jeder kalte Stein, zu diesem Heiligthum Mit liebewarmen Herzen hergetragen, Verkündigt dir, Gemeinde, Dank und Ruhm. Rühmt sie, die Meister all' und die Berather,-Die umsichtsvoll und schön das Werk vollbracht; Verkündigt Dank und Ruhm dem theuren Landesvater, Weil schützend er der Kinder Werk bewacht. Und- dir, dem wachen Vaterauge oben. Der seine Huld dem frommen Werk verlieh — Ach nimm den Dank und gib, indem wir's loben. Daß es zur Ehre dir, zum Heile uns erblüh'. Gib, daß der heißen Sehnsucht vor dem Throne, Zur Blüte auch der Thau und Sonnenblick Des güt'gen Landesfürsten huldreich lohne — So blüht dann auch nach Außen unser Glück.