Politikai Kiadás 1909. november

1909-11-25

Ii o n d o n # 24* Nov. / TJnterüaus. Ausführlicher Bericht./ Im Ver­laufe seiner Rede gab Lord Rosebery seiner Anachauung von der Schwicrig* k^it der politischen Lage Auédruck und erklarte, er könne mit Rückaioht auf die van ihm als PremierminiBter abgegebenen Erklarungen nicht für den Antrag Lansdowne stimmen. Die oberste und unerlássliche Bedingung für die Ausübung der höchsten, den Lords zustehenden Gewalt sei, dass sie nur unteas auasergewöhnlichen Umstanden und nur mit unmitt,eibarer Ennaciit/ígung der Kation selbst ausgenützt werden dürfen* Diesem Leitaata trolié er treu bleiben und darin liege einer der Gründe, weshalb er nicht lm Stand? sei den Antrag Lansdownes jjuzustlmmen* Er gebe .zu, dass daa etsrsxsjrtButíget die Bedeutung einer Lebensfrage habe, benaupbe aber, dass die Kraft , die Leistungsf áhigjceit und die Sicherheit des Obernauses fiit? das Land noch eine grössere Lebensfrage sei. Rosebery bezeiohnete • flodanh das Budget als ungeschickt und rachtsüchtig* Viele Menschen mögen dehken, dass es ein direkt gegen die Torrys dea Oberhauses gerichteter Sturmbock sei. Daa-Budget habe schan unberechenbarer Schaden angeriohflí tet und das Vertrauen zu England in ausaerordentlichem Masse gestőrt* England aei noch vor nicht langer Zeit der eiaérne Geldschrank Buropas gewesen. Enorme Kapitalien seien der Sicherheit wegen aus dem Auslande nach I&igland geschiokb worden* Diese Millionen aeien aber schan. ver«fc» I schwunden# Nachdem sx Redner auf die wachsenden Kosten für Rüstungen e ,*>>>}9tingewiesen hatte, die Európa mit den Bankrott bedrohen, erklarte er, V**-: dass er trotz eeiner Gegnerschaft gegen das Budget die Geschicke dea unyef ormierten Obernauses nicht mit der Oppositlon gegen daa Budget zu verquicken wünsche. Er sei der Meinung, die Lordss^istarix spielen ein zugefahrliches Spiel und riskieren sogar die JElxistenz des Óberhau­ses. Wegen der gegen die Lords geriohtsten Drohungen fühle er sich aiEvf niclit b^uiiruhigt, dooh erinnere er darán, dass ein bedeutender Teli der öffsntlichen Meinung den LOrds áuaaerst feindlich gesinnt aei, und dass die Drohungen aus Kreisen kommen, die eine einzige Kammer wünschen. M£t der Verzögerung oder Verwerfung des Budgeta *urden *ie Lords gerade das tun, was die Feinde wünsolien* ITach aeiner Meinung wa?e die richtige Politik für die Gegner des Budgeta die gewesen, die Bili anzunehmen un* dem Volke zu ermöglichen, sie nach Ihrer Wirkimg zu beurteilen. Das Ergebnis würde für die Oppositlon ein Sieg gewe­aen sein, der sie selbst überrascht hétté und áie hatte dann für die Finanzgi * dea Landes naoh einer Metode sorgen können, die im Einklange atünde mit i&xen Grundsatzen und dem gesunden Menfechen^eratand* Zum Sohlusae seiner Red$ sagte Rosebery, er wünsche eine Keugestaltung dea Oberüauaea nach dán rlchtlgen Linien, die er selbst in seinem letzten parlamentarischen KonmiB*! si ons bérlőibe vorgezeichnet habe und erklarte, es tue ihm ausserardentliofc leid bei dieser Gelegenheit nicht gegen das Budget stimmen zu körmén^ weil er aeine fíoffnurxg auf die Vorteile der zukunftigen Reform dea Oberhausea nicht auf daa Spiel setzen wolle, wie das bei der Unalcherhelt dea Ausfallea •der allgemai-nen Wahlen »notweadig geachehen müsae* líach Lord Rosebery trat Lord Milner energiach für den Antrag Lan»­downe ein, wáhr^nd Lord fit. Daw$da die Haltnng der Regierung lebhaft ver­teidig te*

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