Theologia - Hittudományi Folyóirat 2. (1935)
Teller Frigyes: A zsidó és a görög zene hatása a liturgikus énekünkre
288 INHALTSANGABE — RESUME Prof. Dr. Joh. Iványi: Das Hexaemeron. II. Erklärung. In der Geschichte der Exegese des Hexaëmerons sind 3 Phasen nachweisbar: 1. Die innerschriftliche Erklärungsmethode ohne naturwissenschaftliche und literar- geschichtliche Probleme bis zum 18. Jahrhundert. 2. Versuche den wörtlich gefassten biblischen Bericht mit den naturwissenschaftlichen Errungenschaften in Einklang zu bringen. (Konkordistische, idealistische Erklärungen.) 3. Die literargeschichtliche Erklärungsweise, von zwei hochwichtigen Momenten angetrieben: a) Keilenschriftl. Entdeckungen seit d.Ende des 19. Jahrhunderts. b) Katholischerseits: Prov. Deus. — Zwei Hauptrichtungen: a) Die rationa- listisch-evolutionische Erklärung. (Winckler, Zimmern, Budde, Gunkel, Friedrich Delitzsch [Babel-Bibel], Procksch u. a.) b) Kath. Versuche: Lagrange, Zapletal, Heinisch, Junker, Deimel. (Fortsetzung folgt.) Privatdoz. Dr. Andreas Ivánka : Gregor von Nyssa als Bahnbrecher der christlichen Mystik. Der Aufsatz untersucht das Verhältnis Gregors von Nyssa zum Neuplatonismus ; entgegen der üblichen Behauptung, dass sich Gregor von Nyssa als Mystiker «in den Geleisen Philos von Alexandrien und des Neuplatonikers Plotin bewegt» habe, und «vom Zauber des neuplatonischen Lebensideals einer unmittel baren Gottesschauung fortgerissen worden» sei (Bardenhewer : Geschichte der altkirchlichen Literatur III, 211), ergibt eine genauere Untersuchung siner Werke, dass er zwar in seinen früheren Schriften den neuplatonischen Standpunkt geteilt hat, der konsequenterweise zur Identifizierung der menschlichen Seele mit Gott führt, wie Plotin auch Tatsächlich lehrt ; dass er aber später die Gottähnlichkeit der Seele nicht in ihre Natur, sondern in ihre Zuwendung zu Gott, ihre Liebe zu Gott, d. h. in das Wirken der Gnade in ihr verlegt, und für ihn daher die platonische «Schau» zu einem inneren Erleben des Wirkens der Gnade in der Seele wird. Aus der platonischen Seelenlehre, die die Präexistenz der Seele oder ihre Identität mit der Gottheit voraussetzt, ist bei ihm — und bei ihm zuerst — eine Theorie der christlichen Mystik geworden.