Folia Theologica 13. (2002)

Attila Puskás: Gott der dreieine als Schlüssel zum verstehen der wirklichkeit trinitarische Ontologie bei Gisbert Greshake

TRINITARISCHE ONTOLOGIE BEI G. GRESHAKE 35 Tat Gottes; Gleichheit, gleiche Würde und letzte Berufung aller Menschen; das alle Völker sammelnde göttliche Tun in der Ge­schichte; Christi universale Erlösung; die universale Sendung der Kirche zur ganzen Welt. In der Frage nach dem Verhältnis zwischen Einheit und Pluralis­mus entwirft Greshake vier nicht befriedigende Positionen und fügt noch den eigenen Standpunkt hinzu, der am trinitarischen Le­ben als regulative Idee zur Einheit-Vielheit Beziehung orientiert ist. Das Programm der Multikulturalität begnügt sich mit dem blos­sen Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen ohne unter ih­nen eine echte Begegnung fördern zu wollen. Das Ideal der Trans- kulturalität in Bezug auf Einheit-Vielfalt Beziehung erschöpft sich darin, traditionelle kulturelle Unterschiedenheiten zu eliminieren und eine neue Vielfalt und Verschiedenheit gesellschaftlicher Klas­sen und Bildungsgruppen aufgrund von Macht, Geld, Ansehen und Bildung hervorzurufen. Die Einebnung von Unterschieden ist aber noch keine wahre Einheit, wie die Herausbildung neuer elitä­ren Klassen noch keine echte Pluralität. Die Idee der totalitären Ein­heit, die eine solche politische, wirtschafliche und kulturelle Globa­lisation zu verwirklichen sucht, die die Vielfalt und Unterschieden- heit schliesslich vernichtet, ist zurückzuweisen. Das gilt auch für die postmoderne Option, die gegen die moderne Einheitsidee die eigene setzt, eine Einheit, die als unendliches Möglichkeitsfeld kon­zipiert wird, in dem jede Vielheit gleichrangige Geltung besitzt. Greshake hält diese Positionen für zutiefst ambivalent und von seiner Seite schlägt er das von dem trinitarischen Leben inspirieren­des Modell vor. „Der trinitarische und katholische Glaube will Einheit in und aus Vielheit, Vielheit in und auf Einheit hin, Vielheit, die nicht unter­drückt, nicht übersehen und auch nicht zu einem durch technische, ökono­mische und mediale Prozesse realisierten Einheitsbrei homogenisiert wer­den darf".17 17 GRESHAKE, G„ Der dreieine Gott, 498.

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