Dénesi Tamás: Bencések Magyarországon a pártállami diktatúra idején III. - Studia ex Archivo Sancti Martini edita III. (Pannonhalma, 2018)

Wirthné Diera Bernadett: „Ezeknek az istenkereső lelkeknek hivatásunk lehetőséget adni és segítséget nyújtani, hogy ezt az igényüket betölthessék.” Az oblátusi intézmény vezetői a diktatúra éveiben

76 WIRTHNÉ DIERA BERNADETT: AZ OBLÁTUSI INTÉZMÉNY VEZETŐI A DIKTATÚRA ÉVEIBEN Bernadett Diera Wirthné „Es ist unsere Berufung, diesen Gottsuchern die Möglichkeit zu geben und sie dabei zu unterstützen, diesem ihrem Bedürfnis ge­recht zu werden.“ Die Leiter der Institution der Oblaten in den Jahren der Diktatur Mit dem Ausbau der kommunistischen Diktatur geriet nicht nur der Benedikti­nerorden, sondern auch die mit ihm verbundene Institution der Oblaten in eine schwierige Lage. Die Oblaten nennt man auch den weltlichen Orden des heiligen Benedikt, da seine Mitglieder engagierte Männer und Frauen waren, die es als ihre Berufung betrachteten, nach der Benediktinerregel zu leben, jedoch in ihrem je­weiligen Zuhause und in ihren weltlichen Lebensumständen blieben. In Ungarn wurde die Institution der Oblaten in den 1920er Jahren erneut eingeführt, der Initiator war der Benediktinermönch Xavér Szunyogh. Die Gemeinschaft der Ob ­laten wuchs bis 1944 auf 700 Personen, es gab also zahlreiche Menschen, die es für ihre seelische Entwicklung für wichtig hielten, sich dem weltlichen Orden anzu­schließen. Die Bewegung, die zwischen den beiden Weltkriegen eine Blüte erlebte, erwar­tete dasselbe Schicksal wie die übrigen katholischen Organisationen: Ihre Tätigkeit war in den Augen des Staates illegal geworden, sodass die Machthaber mit allen Mitteln versuchten, ihre Arbeit unmöglich zu machen. In der Abhandlung zei­ge ich, dass es trotz des Verbots auch in den 4 Jahrzehnten der Diktatur immer Menschen gegeben hat, die sich der Bewegung angeschlossen haben. Jede Oblation (Einsetzung) erfolgte im Geheimen, es wurden keine Dokumente zu dem Ereignis aufbewahrt. Es sind nur einige Spuren geblieben, die durch Nachforschungen in Archiven gefunden wurden, beziehungsweise es wurde in persönlichen Erinne­rungen berichtet, dass die Benediktinerpatres es als ihre Aufgabe betrachteten, die Oblaten und Oblatinnen in ihrer Berufung zu unterstützen.

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