Dr. Murai Éva szerk.: Parasitologia Hungarica 21. (Budapest, 1988)
Pitvaros ist das grösste der untersuchten Gebiete. Es besitzt gegenüber den anderen beiden Revieren eine wesentlich geringere Besatzdichte von 3-4 Tieren pro 10.0 ha und unterscheidet sich auch dadurch von ihnen, dass es ein reines Feldrevier ist. Hier stehen den Rehen genüTabelle 7: Durchschnittliche Befallsintensität der Rehe mit Dünndarmund Dickdarmnematoden in Abhängigkeit vom Lebensalter Anzahl der Tiere Alter in Monaten T. capricola T. colubriformis T. retortaeformis Trichostr. spp. N. europaeus C. punctata Ch. ovina Oes. venulosum Tr. capreoli Tr. ovis 11 2 0, 1 0,5 1,9 6,9 0, 1 0, 1 0, 1 10 4 0,2 2, 1 13, 6 0, 4 1, 1 0, 3 0,4 0, 7 0, 1 5 16 0,2 2, 0 3,0 0,4 1,0 0.8 gend freie Asungsflächen zur Verfügung, der Konkurrenzdruck und somit der Infektionsdruck sind stark vermindert. Aufgrund dieser Voraussetzungen (günstiges Biotop, geringe Wilddichte) lässt sich die geringere Befallshöhe in Pitvaros erklären. Aus den Untersuchungen geht hervor, dass neben dem Alter der Rehe in erster Linie das Biotop hinsichtlich der Höhe des Parasitenbefalles und seiner Auswirkungen auf den Rehbestand eine grosse Rolle spielen und erst in zweiter die Besatzdichte. Eine wesentliche Voraussetzung um Parasitosen in einem Revier vorzubeugen ist daher eine Optimierung der Lebensbedingungen. ZUSAMMENFASSUNG In drei ungarischen Revieren (Babat, Árpádhalom, Pitvaros) wurde untersucht wie sich bei Rehen von einem Alter von 2 Monaten an eine Parasitenpopulation aufbaut und welchen Einfluss darauf die Struktur des Lebensraumes und die Besiedlungsdichte haben. 95, 5% der Tiere waren mit Labmagen-Trichostrongyliden befallen und 65,4% wiesen einen Befall mit Dünnund Dickdarmhelminthen auf. Die am häufigsten gefundenen Nematoden waren Ostertagia lep tospicularis (81, 9 %), Spiculopteragia böhmi (77,3%) und Skrjabinagia kolchida (74,2%). Die Befallsintensität war durchschnittlich gering; sie war bei zwei Monate alten Rehen am geringsten und bei vierzehn bis sechzehn Monate alten Tieren am stärksten. Eindeutig konnte festgestellt werden, dass die Befallsintensität in erster Linie von der Eiotopstruktur und erst in zweiter von der Wilddichte abhängig ist.