Dr. Murai Éva szerk.: Parasitologia Hungarica 21. (Budapest, 1988)
2. Befallsintensität Aus den Tabellen 5-7 und den Abbildungen 2 und 3 kann ersehen werden, ob und in welchem Ausmass das Lebensalter der Rehe und die Verschiedenheit der Reviere Einfluss lauf die Höhe der Befallsintensität mit Endo- und Ektoparasiten nehmen. a) Befallsintensität mit Labmagen-Trichostrongyliden Am stärksten war O. leptospicularis vertreten mit durchschnittlich 27,8 Individuen pro Tier, gefolgt von S. böhmi mit 22, 2 und S. kolchida mit 10, 8. Der Anteil von R. mathevossiani und T. capricola war mit 1,2 bzw. 1,4 Individuen pro Tier relativ gering. Bei allen übrigen festgestellten Labmagen-Trichostrongyliden lagen die Durchschnittswerte unter einem Individuum pro Reh. Die Befallsstärke war bei zwei Monate alten Rehen am geringsten und stieg mit dem Alterwerden an, um schliesslich mit zwölf bis sechzehn Monaten (im Revier Árpádhalom mit zwölf, in Babat mit vierzehn und in Pitvaros mit sechzehn Monaten) den Höhepunkt zu erreichen, anschliessend kam es dann wieder zu einem Absinken (s. Tab. 5 u. 6 und Abb. 2 und 3). Die Unterschiede in der Höhe der Befallsintensität zwischen den Revieren waren deutlich erkennbar. So wurde der durchschnittlich stärkste Befall mit Labmagenparasiten im Revier Babat mit 428 Individuen pro Tier (Schwankungsbreite von 2- 1285) festgestellt, in Pitvaros betrug der Durchschnittswert 147, 4 (0-911) und in Árpádhalom 106, 5 (1-697). b) Befallsintensität mit Dünn- und Dickdarmnematoden Die Befallsstärke war mit durchschnittlich 11,2 Individuen pro Tier für den Dünndarm und 1,7 Individuen pro Tier für den Dickdarm weit geringer als die Befallsintensität im Labmagen. Auf das Lebensalter bezogen ergeben sich durch die geringe Wurmbürde im Darm nicht Monate Abb. 2: Befallsintensität mit Labmagen-Trichostrongyliden in Abhängigkeit vom Lebensalter der Rehe und von den Revieren bezogen auf die maximale Befallstärke in jedem einzelnen Revier (= 100%)