Dr. Murai Éva szerk.: Parasitologia Hungarica 20. (Budapest, 1987)
Beiträge zur Parasitenfauna der wildlebenden Wiederkäuer Ungarns. I. Zur Parasitenfauna von Rehkitzen und Jungrehen (Capreolus c. capreolus) Dr. Erich KUTZER 1 — Dr. László SUGÁR 2 — Dr. Sabine BUCHACHER-TONITZ 3 Institut für Parasitologic und Allgemeine Zoologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien,'3 Österreich — Fakultät für Tierzucht Kaposvár 2 der Agrarwissenschaftlichen Universität Keszthely, Ungarn "Beiträge zur Parasitenfauna der wildlebenden Wiederkäuer Ungarns. I. Zur Parasitenfauna von Rehkitzen und Jungrehen (Capreolus c. capreolus)" - Kutzer, E. - Sugár, L. - Buchacher-Tonitz, S. - Parasit, hung., 20: 81-90. 1987. ABSTRACT. "Contributions to the parasite fauna of Hungarian game ruminants. I. Parasite infection in fawns and yearlings in roe deer (Capreolus c._capreolus)". - Some helminth and insect parasites were examined in and on 70 young (2-24 months old) roe deer. The deer were harvested in three hunting ground (Babát, Árpádhalom and Pitvaros) in 1981-84. Droppings and blood samples were not examined. Altogether 24 endo- and 3 ectoparasites were identified. The relationships between the age of the deer and some morphological features (spiculum, gubernaculum) of the collected trichostrongylid worms were evaluated. An inverse correlation was found between the measurements (spiculum lengths and gubernaculum length in Ostertagia leptospicularis , Skrjabinagia kolchida and Spiculopteragia böhmi) and the host age. KEY WORDS: parasites, roe deer, Capreolus capreolus, morphological features, Trichostrongylidae, host age, Hungary Das Rehwild (Capreolus c^_capreolus) ist die häufigste und verbreitetste Schalenwildart Ungarns und die Parasiten zählen bei dieser Tierart zu den wichtigsten Krankheitserregern. Trotzdem gibt es über die Parasitenfauna des ungarischen Rehwildes keine umfassende Studie. Es liegen lediglich Untersuchungen über einzelne Parasitenarten und Parasitengruppen vor. So berichtet PELLÉRDY (1955) über die Kokzidienfauna ungarischer Rehe, SUGÁR (1974) über die Oestridae, SUGÁR (1976) über die Hypodermatidae, SUGÁR (1975) über die Parasiten der ungarischen Cervidae, MURAI et al. (1975), MURAI und SUGÁR (1976. 1979) über die Taeniidae, KÁVAI und SUGÁR (1976), SUGÁR (1986) über die Sarcosporididae, MÉSZÁROS und SUGÁR (1976) über Filarien, HŐNICH, SUGÁR und KEMENES{1978) über die "Krankheiten des Wildes" und SUGÁR (1985) über die Haarläuse. In einer Untersuchungsreihe soll diese Lücke geschlossen werden. Im ersten Beitrag wird zur Parasitenfauna bei Jungrehen Stellung genommen, wobei in diesem Zusammenhang auch untersucht wurde, ob und in welchem Ausmass die Grösse der Parasiten bzw. bestimmte morphologische Merkmale vom Lebensalter des Wirttieres abhängig sind. In einem zweiten Beitrag wird über den Aufbau eines Parasitenbefalles in einem Rehbestand, und inwieweit das Alter der Tiere und die verschiedenen Biotope Einfluss auf die Befallsextensität und -intensität haben, berichtet werden (KUTZER et al. 1988). Zur Klärung dieser beiden Fragenkomplexe wurden Tiere im Alter von zwei Monaten bis zwei Jahren aus drei verschiedenen Revieren untersucht.