Dr. Kassai Tibor - Dr. Murai Éva szerk.: Parasitologia Hungarica 8. (Budapest, 1975)

Uber die Rolle der Wasservögel bei der Verbreitung des Bothriocephalus gowkongensis Yeh, 1955 (Cestoda) Dr. Mária PRIGLI Tiergesundheitsamt Bezirk "Csongrád", Szeged "The role of aquatic birds in spreading Bothriocephalus gowkongensis Yeh, 1955 (Cestoda)." - Prigli, M. - Parasit. Hung. 8. 61-62. 1975, ABSTRACT, Viable eggs of B. gowkongensis could be detected from the faeces of Anas plathyrhynchos for 1 to 3 hours following their feeding with carps harbouring this parasite. Similarly, Bothriocephalus -eggs were demonstrated in the gut of a Chlidonias niger specimen. These observations seem to indicate that fish-eating aquatic birds may serve as vectors in transferring Bothriocephalus­infection to non endemic areas. Die durch Bothriocephalus gowkongensis verursachte Bandwurmkrankheit hat sich in Ungarn nach der Ansiedlung von pflanzenfressenden Fischen stufenweise verbreitet,Grös­sere Schäden traten in den Teichwirtschaften zuerst bei den Karpfenbruten auf. Diese Bandwurmart wurde in Ungarn zum erstenmal von BÚZA, MOLNÁR und SZAKOLCZAI (1970) aufgefunden. Mit den Entwicklungszyklus dieses Parasiten haben sich TSCHER­BAN (196 5) und MUSSELIUS (1967) eingehend beschäftigt. Zum Feststellen der Lebens­fähigkeit der Eier hat CHLUD (1974) eine Untersuchungsmethode empfohlen. KOZLOW (1974) stellte fest, dass sich die Eier einiger Bandwürmer ( Thysaniezia , Moniezia) mit dem Kot von Sperlingen und Tauben passiv, verbreiten können. Das Ziel meiner Untersuchungen war die Frage zu beantworten, ob die Eier des B. gowkongensis durch fischfressende Wasservögel verbreitet werden können. Material und Methode Die Versuche habe ich unter Verwendung von B. gowkongensis infizierter Karpfenbrut aus eier Teichwirtschaft zwischen Donau und Theiss und der Untersuchung der hier ge­schossenen Wasservögel bzw. einiger Stockenten als Versuchstiere durchgeführt. Eigene Untersuchungen Zur Untersuchung habe ich vier ausgewachsene Stockenten (Anas plathyrhynchos) - 2 Enten, 2 Enteriche - gewählt. Den Kot von diesen Stockenten habe ich einzeln nativ und mit Flotation und Sedimentation untersucht, aber nur einige Eier des Bandwurmes Stre­ptocara crassicauda darin gefunden. Danach habe ich die Stockenten mit B. gowkongen­sis infizierte Karpfenbrut schlucken lassen. Den nach der Fütterung ausgeschiedenen Kot habe ich stündlich 12 Stunden lang gesammelt und untersucht. Der Kot wurde in ein 500 ml Sedimentationsglas gebracht und das Glas bis über die Hälfte mit Leitungswasser auf­gefüllt. Von Boden des Glases habe ich mit einer Pipette Proben genommen und diese unter dem Mikroskop mit 100-facher Vergrösserung geprüft. Die Stockenten haben 1-3 Studen lang lebensfähige, ovale, gelbgraue, an einem Ende mit einer Kappe versehene 0, 029-0,049 mm lange B. gowkongensis Eier ausgeschieden. Die Eier haben sich schon am zweiten Tag gefurcht. Am vierten Tag waren die Kappen der Eier geöffnet und neben den Eiern erschienen Coracidien, die sich mit Zilien bewegten. Die Stockenten habe ich 12 Stunden nach der Infizierung seziert. In ihren Darmkanälen waren weder B. gowkon­gensis noch andere Bandwürmer zu finden. Ausserdem habe ich noch die Verdauungska­anderer Wasservögel - Gallinula chloropus, Ardea cinerea, Chlidonias niger, Sterna hirundo - nach der vorher beschriebenen Methode untersucht.

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