Dr. Kassai Tibor - Dr. Murai Éva szerk.: Parasitologia Hungarica 7. (Budapest, 1974)

und einem Roten Riesenkänguruh (Macropus-rufa) , von MANDELLI, CERIOLI, HAHN und STROZZI (1966) bei drei Bennett-Känguruhs be­schrieben. Ausser der Beschreibung der Fälle versuchten einige Autoren (z.B. HILGENFELD, 1964) auch die Quelle und den Weg der Infektion zubestimmen, eine eindeutige Antwort konnten sie aber nicht geben. Eigene Untersuchungen Im September 1973 erkrankten drei, im gemeinsamen Auslauf ge­haltene (ein Männchen und zwei Weibchen) Derby-Känguruhs (Thy­logale eugenii) im Budapester Botanischen und Zoologischen Gar­ten fast auf einmal an klinischen Symptomen, die zum grössten Teil auf Nervensystem-Veränderungen (Bewegungsstörungen, Mangel an Koordination der Bewegungen) hinwiesen. Ausser den obigen Symptomen konnten Mattigkeit, Appetitlosigkeit und bei einem von ihnen auch Atmungsbeschwerden beobachtet werden. Eines der Känguruhs verendete am zweiten Tag, die zwei anderen verendeten am zehnten Tag der Erkrankung. Bei den zwei letzteren Tieren konnte eine allmähliche Verschlechterung der Bewegungsstörungen und des allgemeinen Zustandes beobachtet werden. In den Tagen vor Verenderung der Känguruhs haben wir eine schlaffe Lähmung einiger Muskelgruppen wahrgenommen, in der Agonie konnten aber auch Zwangsbewegungen beobachtet werden. Die Tiere erhielten nur symptomatische Behandlung. Bei der pathologisch-anatomischen Untersuchung der Känguruh­kadaver stellten wir eine akute und generalisierte Toxoplasmose fest. Im Laufe der Sektion konnten keine wesentlichen Verände­rungen beobachtet werden, während wir mittels lichtmikroskopi­scher, histologischer Untersuchung nekrotische, oder entzünd­lich-nekrotische Herde in erster Linie im Hirn- und Rückenmark, sowie in anderen Organen (z.B. in der Herzmuskulatur und in den Nebennieren) wahrgenommen haben. In dem Bereich der Herde und in ihrer unmittelbar Umgebung ist es uns in jedem Fall gelun­gen, verschiedene Entwicklungsformen des Krankheitserregers (einzeln oder in Gruppen auftretende Tachyzoiten) nachzuweisen.

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