Dr. Holló Ferenc szerk.: Parasitologia Hungarica 3. (Budapest, 1970)

Entwicklung von Raphidascaris acus stattfindet. Angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung der Bothriocephalose scheint es nicht gleichgültig zu sein, dass Bo thr i o c ephalus­Skolexe im Darm von zahlreichen natürlichen Eischwirten aufge­funden wurden. Da keine entwickelten Segmente vorlagen, konnte auch keine Artbestimmung durchgeführt werden; die Identität der Skolexe mit Bothriocephalus gowkongensis konnte jedoch ausge­schlossen werden, da die in Erage stehenden Skolexe bereits vor der Einbürgerung der pflanzenfressenden Pischarten, d.h. vor der Einschleppung des Parasiten Bothriocephalus gowkongensis nachzuweisen waren. Höchstwahrscheinlich dürften die bisher unidentifizierbaren Skolexe die Art Bothriocephalus phoxini oder aber eine bisher nicht beschriebene Bothriocephalus-Art darstellen; es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sie der Art Bothriocephalus claviceps entsprechen, für die die beschriebenen Pischarten als Träger dienten. Diese Annahme fin­det einen Anhaltspunkt in der Tatsache, dass die Skolexe von sonstigen Bandwurm-Schmarotzern der Wasservögel und Raubfische im Darm oder sonstigen Organen der Pische eine längere Zeit hindurch lebensfähig bleiben können, wie z.B. Cysticercus di- lepis in der Gallenblase des Wirtes Alburnus alburnus oder die Skolexe von Proteocephalus percae im Darm des Wirtes Acerina cernua (MOLNÁR, 1966). Das Vorkommen der Arten Camall anus t rune atu s und C. lacustris scheint interessant zu sein; obwohl beide Schmarotzer in den vorangehend aufgezählten Wirten vorkommen, kann C. lacustris als typischer Parasit des Barsches und C. truncatus als solcher des Zanders angesehen werden. Bei Acérina-, sowie sonstigen kleindimensionierten Fischwirten kommen zumeist nur geschlecht­lich unreife Exemplare der in Frage stehenden Parasiten vor; wie es bereits in Zusammenhang mit den Bandwurmarten und dem Pomphorhynchus-Parasiten beschrieben wurde, spielen die kleinen Pische auch in Hinsicht auf Camallanus-Arten die Rolle des Trä­gers .

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