Dr. Kassai Tibor szerk.: Parasitologia Hungarica 2. (Budapest, 1969)

eher Träger- als Zwischenwirte sind, üben sie nur einen weniger pathogenen Effekt aus. In einigen Fallen konnte beim Zander im Winter und zu Beginn des Frühjahres eine grössere Verseuchung mit Bucephalus polymorphus nachgewiesen werden.Die Würmer, die sich im übrigen im Vorderteil des Dünndarmes aufhalten, konnten vom Pylorusanhang bis zum Enddarm überall angetroffen werden. Bezüglich der krankheitserregenden 'Wirkung der angeführten Tre­matodenarten Hessen sich nur verhältnismässig wenige Beobach­tungen ausstellen. In teichwirtschaftlicher Beziehung sind bloss einige Arten von Bedeutung. Beachtenswert ist diesbezüglich Sanguinicola inermis , die besonders in schlecht gepflegten und ernährten Karpfen-Nachkommenschaften zusammen mit anderen Para­siten ( Coccidien , Dactylogyrus ) durch gemischte Verseuchung ein starkes Fischsterben verursachen. Hervorzuheben wäre ferner die Bedeutung der Metazerkarien von Diplostomum spathaceum bei pflanzenfressenden Fischen. In zahl­reichen Teichwirtschaften Hessen sich bei Fischbrutsn bzw. in ein- zweijährigen Beständen grosse Verseuchungen nachweisen, die sich in vollständiger Starblindheit oder Verendung der Fi­sche manifestierte. Ebenfalls bei pflanzenfressenden Fischen (Grasskarpfen) wurde eine grosse Tetracotyle-Verseuchung beobachtet, wobei die in der Bauchhöhle festgesetzten über 100 Parasiten Entzündungen verursachten und dadurch zum Singehen der Fische führten. In natürlichen Gewässern konnte infolge Verseuchung durch Pos- thodiplostomum cuticola bzw. durch Apotemon cobitidis­Larven in einige Wochen alten Brüten das Verenden der Fische beobachtet werden. Zusammenfassung In der vorliegenden Arbeit werden vom Verfasser auf Grund von Sektionen an 1622 Fischen, die 49 Arten angehörten, 41 ver-

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