AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1978. Budapest (1980)
IV. Könyvtörténeti és művelődéstörténeti tanulmányok - Borsa Gedeon: A magyar csízió átdolgozásai - Bearbeitungen des ungarischen „Cisio-Janus"
politik sich kräftig zu entwickeln begannen. Bald bildeten sich kennzeichnende Verlagsprofile. So spezialisierten sich einige zur Herausgabe von Volksbüchern. Diese erkannten bald, dass der Cisio-Janus mit seinem bis fast zur Unverständlichkeit veralteten Text immer unverkaufbarer wurde. Nach dieser Vorgeschichte kam es endlich zur Überarbeitung. Die erste Überarbeitung Hess Imre Bartalits 1874 erscheinen. Sowohl der Text als auch die Illustrationen stammten dabei noch immer grösstenteils aus der herkömmlichen Fassung. Es wurden lediglich Textteile, die auch für weniger gebildete Menschen überholt und unverständlich geworden waren, ausgelassen, bzw. stilistisch und inhaltlich überarbeitet. Ausgelassene Textteile wurden überwiegend durch der Zeit gemässe naturwissenschaftliche Teile in volkstümlicher Formersetzt. Von 1904 blieb die dritte Auflage des Cisio-Janus von Bartalits erhalten, die auch noch weitere Überarbeitungen enthielt. Der Verleger Ignác Müller stützte sich teilweise auf den herkömmlicher CisioJanus Text, aber auch auf die Bearbeitung von Bartalits von 1874, als er am Ende des 19. Jahrhunderts in einer sehr verkürzten Fassung den überarbeiteten Cisio-Janus in neuer Form selbst herausgab. Als nächster Herausgeber folgte Lajos Bálint, der die ihm noch brauchbar erscheinenden Teile des Cisio-Janus mit einem Traumbuch verbandt, wobei er die Cisio-Janus-Teile natürlich auch noch entsprechend überarbeitete. Diese Fassung erlebte zwischen 1899 und 1913 zahlreiche Ausgaben. Wie die vorangegangenen Aufsätze versucht auch dieser Aufsatz im Rahmen der Cisio-Janus-Darstellung das zeitgenössische Budapester Verlags- und Druckereiwesen zu zeigen. Die in den vier Jahrzehnten vor dem ersten Weltkrieg herausgegebenen Bearbeitungen des Cisio-Janus bieten eine gute Gelegenheit die verschiedenen „Kunstgriffe", vom Wiederverwenden der alten Drucksätze bis zum Gebrauch ganzer Bögen von alten Auflagen, kennenzulernen. Der Aufsatz geht auch auf den ständig zunehmenden Reklameteil der Ausgaben ein. 549