AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1976-1977. Budapest (1979)

V. Könyvtörténeti és művelődéstörténeti tanulmányok - Bata Imre: Ady Isten-élménye - Ady's Gotteserlebnis

IRODALOM BARTA János: Khiméra asszony serege. = Magyar Századok, Bp., 1948. BARTA János: Vallásos élmény, életélmény és küldetéstudat Ady lírájában. (Változatok egy régi témára.) =^Studia Litteraria Tom. XV. Debrecen, 1977. FÖLDESSY Gyula: Ady minden titkai. Bp., 1962. 2. kiad. KIRÁLY István: Ady Endre. I—II, Bp., 1970. KOVÁCS Kálmán: „Elet s halál együtt mérendők". Ady két témaköre. = — — : Eszmék és irodalom. Bp., 1976. MAKKAI Sándor: Magyar fa sorsa. Bp., 1927. RÉVAI József: Ady Endre. = Válogatott irodalmi tanulmányok. Bp., 1960. SCHWEITZER Pál: Ember az embertelenségben. A háborús évek Ady-verseinek szimbolikus motívum-csoportjai. Bp., 1969. VATAI László: Az Isten szörnyetege. (Ady lírája.) — Washington, D. C. 1977. Ady's Gotteserlebnis i. BAT A ADY'S Gotteserlebnis ist in seiner Angst vor dem Tode verwurzelt. Seine früh auf­tretende intensive Todesfurcht ist durch seine unheilbare Krankheit begründet. Die Furcht wird aber durch eine überspannte Lebensbegierde kompensiert. Seine pola­risierte Gemütswelt lässt seine Lyrik mythologisch werden. Die Bestandteile seine Mythus sind Wirthemen von persönlicher Herkunft und auf Opposition von Leben und Tod zurückzuführen. Er wurde in protestantischem Glauben erzogen, aber sein die Todesangst be­schwichtigender Gottesgedanke ist mindestens ebenso katholisch und verbunden mit dem Verhängnisbewusstesein der griechischen Mythologie. Die Bildform der kalvi­nistischen Prädestination ist eine dreieinige Moira. ADY'S Gott wechselt so seine Gestalt und Keine löscht die Andere aus. Sie sind der Ausdruck eines metaphysischen Bedürfnisses und deuten gleichzeitig auf die geschichtliche Entfaltung der Ontologie von einer Persönlichkeit. ADY kompensiert einen Mangel mit dem Gottesgedanken, ontologisch bringt er aber dadurch die Geschichte seiner Persönlichkeit zum Ausdruck. Ein Experiment zur Aufhebung der Todesangst: das ist der von ADY geschaffene Gott. Wenn aber die Todesangst aufgehoben wird, verliert auch das Ich das Bewusst­sein seiner Grenzen. Im Doppelgang des Ich's und des Nicht-Ich's erkennt ADY seine eigene Entfremdung. Das Sein und Nichtsein ist im Gottesgedanken zusammenfassbar und im Innern bedeutet diese Zusammenfassung die Vergöttlichung der Persönlich­keit. Gott und Ich sind miteinander vertauschbar. Das Erlebnis des Ersten Weltkrieges erschüttert den Gottesgedanken. Das Tauschverhältnis wird aufgehoben und das Sein und Nichtsein kann weiterhin nicht mehr unter dem Gottesbegriff eingeordnet werden. Gott wird zum Ausdruck des Mangels und das erweckt in Ady den Gottessucher seiner Anfangszeit, 517

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